1689 Nachträge Bomben

 

1688 Papst Innozenz gegen Wilhelm Egon von Fürstenberg1

Innocentius III. | Papa Romanus, | D[omi]N[o] Cardinali | Furstenbergio, | Propter Archiepiscopatum Coloniensem, | cui avide inhiat, | valde adversus. | Das ist: | Der von | Innocentio III. | Roemischem Pabste | Wegen des Ertz-Bischoffthums Coelln | abgewiesene | Herr Cardinal | von Fuerstenberg. | Coloniæ, 1688.

 

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EXtra controversiam est & omnium gentium consensu probatum, in [suff]ragiis ferendis vincere [mai]orem parten, eamque habe[at ra]tionem integri2

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Unstreitig, und von allen Nationen  einhellig erkannt ist es, daß in sachen, wo man sich der Wahl bedienen muß, die meisten und vorehmsten Vota oder Ja-Worte cincludiren und vorgezogen werden. […]

Daher auch bey der Wahl eines Praelaten derjenige vorgezogen wird, welchen der groeste und vornehmste Theil des Capituls vorschlaeget. […] Ob gleich nicht zu leugnen, daß der Ausgang offtmahls hart und widerwaertig zu seyn pfleget, wenn nemlich etliche von denen Eligenten  - so in der Wahl begriffen – auff die Zahl sehen, etliche aber das Ansehen und meriten in Consideration ziehen, daß also keine Partey der andern nach geben und weichen, ja vielmehr eine jede das prae, wie man sagt, haben will.

Also auch in der Postulation, wenn alle Capitulares unterschiedlicher Personen wegen selbige anstellen, behaelt der groeste Theil des Capituli die Oberhand, und ist alsdenn nicht noethig, daß eben alle

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uebereinstimmen, wie etliche davor halten.

So ists beschaffen, wenn theils die Election, theils die postulation alleine durch Vota geschiehet. Wenn aber die Election wohl mit der Postulation zusammen koemmt, also, daß etliche einen erwehlen, der, wie man reden moechte, im Vorschlag, andere aber einen verlangen, der nicht im Vorschlag ist, wird allerdings erfordert, daß die Zahl der Postulanten – so einen verlangen, der nicht im Vorschlag ist – zweymahl groesser sey, als derer Eligenten – so einen vorgeschlagenen erwehlen – weil sonst die Wahl vorgezogen wird, wie ausdruecklich also beschlossen. […]

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Aus diesen erhellet klar genug, daß die Constitution und Schluß Innocentii III. nicht wenig zuwider lauffe der Intention des Herrn Cardinals von Fuerstenberg. Denn weil solcher von Capitularibus nicht eligiret sondern postuliret werden koennen, nicht nur deswegen, weil er einer andern Kirchen Glied ist, dessen Bischoffthum es bishero verwaltet, sondern auch, weil er mit der Cardinals-Wuerde begabet. […] Aus 24 Capitularibus aber ihm, als einem postulanten, nur dreyzehen ihre Vota gegeben, und neun andere den Herrn Clementem Bavarum eligiret. Woraus erhellet, daß die 13 Vota der Postulanten, weil sie nicht einen noch zweymahl so grosse Zahl machen, in keine Consideration kommen koennen.

 

 

 

1689 April 08 de la Lande an ???: Gutachten zur Festung Bonn3

Mr. de la Lande ingenieur a Bonn le 8. Avril 1689

 

Monseigneur,

Je crains que vous …

1689 »Die Ertz-Bischofflich Chur-Fuerstliche Residentz-Stadt Bonn«4

Die | Ertz-Bischofflich | Chur-Fuerstliche Residentz-Stadt | Bonn | Wie solche hier in Kupfer-Riß vorgebildet zu sehen, mit beygefügter Beschreibung, was derselben Alterthum, Gestalt, Situation oder Lager, auch waß sich zu ein und anderer Zeit Denk- und Meld-würdiges damit begeben und zugetragen; Vornemlich, was massen der Cardinal von Fürstenberg unter schwebender Ertz-Bischofflich-Cöllnischer Wahl-Strittigkeit noch im verwichnen 1688. Jahr Possession in dem kurfürstlichen Pallast daselbst genomm(m)en, Französische Völcker einlogiret, auch andere Gewaltthätigkeiten verübet etc. Nachgehends solche Stadt und Vestung Bonn in diesem 1689. Jahr von Ihro Churfürstlichen Durchleucht zu Brandenburg, auch denen Hohen Alliirten formaliter belägert, so ferner ernstlich bombardirt, beschossen und bereits in einen Steinhauffen verwandelt worden, auch um so wohl von der Land- als Rhein-Seite so eng eingeschlossen wird, daß an deren Eroberung im geringsten nicht mehr zu zweiffeln ist. | Anno: | MaIntz aVCh Bonn VVettstreItten Lang | VVegen Der zVkVnftIgen KrIegsehre!5

 

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BOnna, oder Bonn, ein Uhr-alt-berühmte, dem Ertz-Bischoff und Churfürsten zu Cölln zuständig, und dessen Residentz-Stadt liegt auf einer hübschen Ebene, da sich das grosse Rhein-Gebürg, so von Bingen biß auf diese Stadt den Rhein zu beeden Seiten einfasset, wieder von einander theilet. …