Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften

In dem Roman "Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften" erzählt Irmgard Keun mit viel Humor von den Streichen und Abenteuern eines Mädchens, das nicht bereit ist, die Welt einfach so zu akzeptieren, wie sie angeblich ist.

Das Buch ist aus der Sicht des Mädchens geschrieben, welches von seinen Sorgen und Problemen berichtet, da es im Gegensatz zu den Erwachsenen gar nicht findet, dass die Kindheit sorglos ist. So erzählt es z. B. von seiner Eifersucht auf den kleinen Bruder, der Angst vor Hexen und Geistern, Liebeskummer und Problemen in der Schule wie Klassenbuchtadeln.

Das Mädchen kommt aus einer Arbeiterfamilie zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, und daher haben sie auch nicht viel Geld. Das Mädchen denkt sich jedoch mit ihren Freunden, der "Horde der rasenden Banditen", viele kreative Spiele, wie Pferdeäpfelwettsammeln, aus. Mit dieser Bande denkt sie sich auch einige Streiche aus, die jedoch nicht böse gemeint sind, sondern mit denen sie etwas Gutes erreichen wollen. Das Mädchen will sich nicht an alle Regeln halten, die die Erwachsenen aufstellen, weil es diese oft nicht sehr sinnvoll findet, und so versucht es, die Welt durch seine Streiche zu "verbessern". Das Mädchen ist sehr gutmütig und will eigentlich für alle immer das Beste. So versucht sie z. B. auch drei Soldaten mit Scharlach anzustecken, da diese das unbedingt wollen, um nicht mehr in den Krieg zurück zu müssen.

Das Buch ist fröhlich geschrieben, macht jedoch auch nachdenklich, da verschiedene soziale Probleme zur Zeit des Krieges angesprochen werden.