Doris und die Männer

Beziehung zwischen Doris und den Männern im ersten Teil

Die Beziehungen von Doris zu den Männern wird im ersten Teil des Buches von Hubert geprägt.

Mit sechzehn Jahren ist Hubert ihre erste grosse Liebe. Er ist es auch, mit dem sie ihre ersten sexuellen Erfahrungen macht. Hubert ist um einiges älter als Doris, deshalb hat er anfangs Bedenken die Verantwortung zu übernehmen, sie zu entjungfern. Nach einer schönen einjährigen Beziehung beendet Hubert die Beziehung zu Doris. Die Gründe für die Trennung sind sowohl privater als auch finanzieller Natur. Er lernt eine andere Frau kennen, deren Vater ihm gute berufliche Perspektiven bietet. Nach Beziehungsende ist eine Zeit lang Ruhe in ihrem Liebesleben. Alle in Frage kommenden Männer misst sie an Hubert. Keiner kann in ihren Augen den Vergleich bestehen. Dies ändert sich, als sie Hubert später wieder trifft. ER ist nur noch ein Schatten des Mannes an den sie sich erinnert. Nachdem Doris nochmals eine Nacht mit ihm verbringt, streicht sie ihn aus ihrem Leben.

Beziehungen zwischen Doris und den Männern im zweiten Teil

Der zweite Teil des Buches zeigt Doris anderes Gesicht gegenüber den Männern. Um ihre Situation in der für sie ungewohnten Umgebung zu verbessern, geht sie einige Bindungen mit Männern ein, von denen ihr die meisten nichts bedeuten. Auch für ihre Partner ist sie nicht mehr als ein Lustobjekt, an dem sie ihr Bedürfnis nach Bestätigung ihrer Männlichkeit stillen. So verhält es sich auch mit einem Möchtegernintellektuellen, den sie den "roten Mond" zu nennen pflegt, da dieser einen grossen, stets roten Kopf hat. Sie gibt ihm das Gefühl, als interessiere sie sich für seine literarischen Neigungen und als bewundere sie ihn für seine Belesenheit. In Wirklichkeit versucht Doris nur von diesem relativ wohlhabenden Mann, der ihr Versprechungen macht, zu profitieren. Bevor es zu irgendwelchen sexuellen Kontakten kommt, verlässt sie die Wohnung und nimmt einige seiner Hemden mit.

Der nächste Mann, dem sie begegnet, ist ein Grossindustrieller namens Alexander. Er begehrt Doris aufgrund ihres Talentes. Zum ersten Mal fühlt sich Doris wie eine echte "Dame". Sie trägt edle Kleidung und Schuhe aus echtem Straussenleder.

Ein weiterer Mann in ihrem Leben ist Lippi Wiesel, bei dem sie auch wohnt. Doris empfindet keinerlei Gefühle für diesen Mann, der einzige Grund, weshalb sie bei ihm bleibt, ist ihre Sehnsucht geliebt zu werden und das Gefühl von Geborgenheit, das sie in seiner Nähe verspürt.

Die einzige Person, die eine Ausnahme dieses Verhaltens darstellt, ist der alte Herr Brenner. Dieser ist blind und mittellos. Trotzdem verbringt sie ihre Zeit mit ihm, obwohl sie sich darüber im klaren ist, dass er ihr nichts zurückgeben kann, ausser das Gefühl gebraucht zu werden. Doch genau das scheint es zu sein, was sie sich ersehnt, einmal jemandem helfen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Beziehungen zwischen Doris und den Männern im dritten Teil

Der dritte Teil des Buches dreht sich zum grössten Teil um Ernst, der aufgrund seiner Stimme von Doris "Moos" ( sanftes Gewächs) genannt wird. Er ist Reklamezeichner. In Gegenwart von Doris redet er viel über seine Frau, die ihn verlassen hat. Er hält Doris für ein Mädchen aus einer besseren Familie. Da Doris bei ihm schläft und isst, denkt sie, dass er damit zugleich Anspruch auf sie hat. Doch Moos verlangt nichts von ihr. Aufgrund der Tatsache, dass er keine sexuellen Wünsche an sie richtet, zweifelt sie an ihrer Schönheit. Nachdem sie "Moos" richtig kennengelernt hat, verliebt sie sich in ihn. Eines Morgens, als Doris wieder alleine zu Hause ist, nimmt sie einen Brief von Moos Frau entgegen. Sie öffnet den Brief und erfährt, dass seine Frau die Trennung bereut und zurückkehren möchte. Doris zeigt Moos diesen Brief nicht, aus Angst ihn an sie zu verlieren. Als sie zum erstenmal mit ihm geschlafen hat, merkt sie, dass er nicht das für sie empfindet, was sie ihm gegenüber fühlt. Nach dieser Erkenntnis zeigt sie Moos diesen Brief, da sie merkt, dass er noch viel für seine Frau empfindet. Moos kehrt zu seiner Frau zurück, und Doris ist wieder alleine.