Theateraufführungen



1. Bühnen der Stadt Gera

DAS KUNSTSEIDENE MäDCHEN

"Das kunstseidene Mädchen" ist eine Bühnenfassung des gleichnamigen Romans von Irmgard Keun (1910 - 1982), deren schneller Ruhm, den sie Anfang der dreissiger Jahre mit ihren zeitkritischen Romanen erwarb, durch das Verbot ihrer Bücher in der Nazizeit erstickt wurde. Sie verliess Deutschland, kehrte mit falschem Pass noch vor 1945 zurück und hörte bereits 1950 auf zu schreiben. Um 1970 wurde sie wieder entdeckt, ihre Werke neu aufgelegt. "Das kunstseidene Mädchen" ist mittlerweile gelegentlich sogar Gegenstand des Deutschunterrichts in den oberen Klassen. Aber nicht das ist der Grund, warum wir das Stück in den Spielplan aufgenommen haben. Irmgard Keun, die selbst Schauspielerin war, ehe sie unter dem Einfluss von Alfred Döblin zu schreiben begann, hat eine einzigartige Rolle für eine junge Schauspielerin geschaffen, die über die historisch-sozialen Zusammenhänge des Romans hinausgeht und sehr viel mit Träumen, Lebensentwürfen und dem Versteckspiel vor sich selbst zu tun hat.

Katja Schäfer spielt in der Regie von Janec Müller.

Das Stück wird im Kleinen Theater im Zentrum Gera gespielt, kann aber auch unmittelbar an Schulen aufgeführt werden.
Die Premiere ist am 26. September 1997, 20.00 Uhr.


2. Bayerisches Staatsschauspiel

Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen

Monolog für eine Schauspielerin

Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen

(1994)

Doris, das kunstseidene Mädchen, geht weg aus der Provinz ins Berlin der "goldenen zwanziger Jahre". Sie ist fasziniert vom Glanz der grossen Metropole, will selber ein "Glanz werden, der ganz oben ist" und zerbricht doch an der Kälte menschlicher Beziehungen.

Inszenierung: Amelie Niermeyer
Bühnenbild: Nele Fleischmann
Kostüme: Walli Lindner-Badstübner

Es spielen: Juliane Köhler und Ludwig Wühr

1 h 30 min

" Wollen Sie wissen, was ein Glanz ist? Ein Glanz ist - also es gibt Mädchen, die sind ganz eklig hässlich und können doch ein Glanz werden. Aber besser ist es schon, wenn man nicht wie ein totes Skelett aussieht. Und ich werde ein Glanz. Weil nämlich ein Glanz sein ist das Grossartigste, was es gibt. Ich heisse somit Doris und bin getauft und christlich und geboren. Wir leben im Jahre 1931. Und ich bin ein Mädchen von achtzehn und auch sonst auf der Höhe und tippe in einem Büro Briefe ohne Kommas, was aber ein System von mir ist. Lieber keine Kommas als falsche, weil welche reinstricheln unauffälliger geht als falsche wegmachen ...

Doris, das kunstseidene Mädchen, ist Sekretärin bei einem Rechtsanwalt. Sie will weg aus der Provinz, die grosse Welt erobern. In Berlin stürzt sie sich in das Leben der Tanzhallen, Bars und Cafes, macht Konversation, lässt sich einladen, goutiert die "feine Gesellschaft" - und bleibt doch allein. Ihre Affairen sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere bleibt Illusion.

Sinnlich und pointiert beschreibt Irmgard Keun die Abgründe der Grossstadt, wo die Sehnsucht nach Liebe unerfüllt bleibt. Das Mädchen Doris führt durch das Berlin der "goldenen zwanziger Jahre", das in seinem Zeitgeist und in seiner Struktur fatal an heute erinnert.

Irmgard Keun, 1905 in Berlin geboren, war Schauspielerin und seit Erscheinen ihrer ersten Romane Anfang der dreissiger Jahre eine erfolgreiche Schriftstellerin. 1933 wurden ihre Bücher beschlagnahmt. 1936 ging sie ins Exil und kehrte 1940 illegal nach Deutschland zurück. Sie lebte nach dem Krieg in Köln, wo sie 1982 starb.

Premiere am 10. Februar 1995 im Cuvilliéstheater

(Infoblatt des Bayerischen Staatsschauspiels)


3. unbekanntes Theater

Das kunstseidene Mädchen

von Irmgard Keun

Mit: Inka Friedrich Regie: Barbara Frey, Bühne/Kostüme: Bettina Meyer


Premiere: 16. Dezember 1995 im 2. Rang des Grossen Hauses

"Ich ass drei Stück Nusstorte, eins davon mit Sahne" (Irmgard Keun)
Ein Mädchen aus der Provinz will die grosse Welt erobern ("ein Glanz werden"). Im Berlin der Zwanziger Jahre stürzt sie sich in das Leben der Tanzhallen, Bars, Literaturcafés und Theater. Sie lernt verschiedene Männer kennen, probiert verschiedene Berufe aus und bleibt am Ende doch allein. Ihre Erfahrung: "Das heisst Glück zu haben - nämlich einem Menschen zu begegnen in den drei Minuten am Tag, wo er gut ist."

Zur Autorin:
Irmgard Keun, eine zeitweilig vergessene Autorin, hatte ein Bild von sich. Was ihr daran fehlte, erfand sie dazu - "was man glaubt, gibt es" - angefangen beim Geburtsjahr. Als ihre Romane "Das Wunderkind" und "Das kunstseidene Mädchen" Anfang der Dreissiger Jahre sofort populär wurden, muss sie etwa sechsundzwanzig gewesen sein. Sie schrieb sie in Berlin und beschrieb, was sie gesehen hatten. 1933 gerieten ihre Bücher auf die "Schwarze Liste". In Ostende begegnete sie Joseph Roth und reiste mit ihm durch den noch freien Teil Europas. Später ging sie in die USA, kehrte aber fünf Jahre vor Kriegsende nach Deutschland zurück, wo sie quasi untergetaucht lebte. Sie begann wieder zu schreiben und hatte 1950 mit dem Roman "Ferdinand mit dem freundlichen Herzen" noch einmal Erfolg. 1982 ist sie in Köln gestorben.

17.03.98
DSH - Dramaturgie / öffentlichkeitsarbeit

4. Berlin

Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun und Gottfried Greiffenhagen Tourneetheater am Kurfürstendamm, Berlin Freitag, 26.03.1999 Theater auf der Werft Die achtzehnjährige Doris kommt aus der Provinz in das Berlin der "goldenen 20er Jahre". mit dem hochgesteckten Ziel, ein "Glanz" zu werden, stürzt sie naiv und voller Hoffnung in das bunte Treiben zwischen Kurfürstendamm und Alexanderplatz un erlebt die Faszination, aber auch die Abgründe der Grossstadt, die Sehnsucht nach Liebe und das Berlin einer Epoche, das in seinem Zeitgeist un in seinen Strukturen fatal an heute erinnert. Irmgard Keun, die die Geschichte der frechen, selbstbewussten und instinktiv emanzipierten Doris schrieb, war 23 Jahre alt, als die Nazis an die Macht kamen. Ihre Bücher wurden verbrannt, sie wurde festgenommen, gefoltert und wieder freigelassen und entkam. Auf ein Leben in Emigration und Untergrund folgte ein Leben in Vergessenheit und Depression. Erst 1979 wurde "Das kunstseidene Mädchen" wieder verlegt. 1981, ein Jahr vor ihrem Tod, ehrte man die Sechsunsiebzigjährige mit dem Marieluise-Fleisser-Preis.
Gottfreid Greiffenhagen bearbeitete "Das kunstseidene Mädchen" als Theaterstück für eine Schauspielerin und hat damit ein Erfolgsstück geschaffen.
Eindrucksvoll und bravourös bringt Astrid Kohrs die vielfältigen Facetten des Ein-Personen-Stücks zum Tragen.

5. Dortmund

11.4.98

[...]

19.30 Schauspielhaus

Das kunstseidene Mädchen (Irmgard Keun)

[...]


6. Hamburg

Theater, Musical, Kabarett

unter anderen:

Deutsches Schauspielhaus
Kirchenallee 39, 20099 HH
12.2. Das kunstseidene Mädchen - Von Irmgard Keun 23 Uhr

7. Lübeck

Das kunstseidene Mädchen
Schauspiel von Irmgard Keun / Gottfried Greiffenhagen

"Das kunstseidene Mädchen"

Schauspiel von Gottfried Greiffenhagen nach dem Roman von Irmgard Keun

Premiere: Samstag, den 24. Januar 1998, 20.00 Uhr, im Studio

Inszenierung: Hella Peperkorn
Kostüme: Sibylle Boldt
Bühnenbild: Michael Goden, Antje Bartholly
Anke Schüler (Doris)

Doris, das kunstseidene Mädchen, ist Sekretärin bei einem Rechtsanwalt. Sie will weg aus der Provinz, die "grosse Welt" erobern. In Berlin stürzt sie sich in das Leben der Tanzhallen, Bars, Literatencafes, Schauspielerbohèmes, macht Konversation, lässt sich in vornehme Lokale einladen, goutiert die "feine Gesellschaft" - und bleibt doch allein. Ihre Affären sind kurzlebig, die erträumte Filmkarriere erweist sich als Illusion.

Sie sucht den "Glanz", will der Mittelmässigkeit entfliehen und Karriere machen in einer Zeit, in der es sehr schwer ist, von unten nach oben zu kommen. Aber sie will nach oben, sich nicht unterkriegen lassen - ein "Stehauf-Frauchen" der besonderen Art. /p>

Dieses fulminante Ein-Personen-Stück nach dem berühmten Roman von Irmgard Keun entführt die Zuschauer in das Berlin der 30er Jahre und stellt ihnen eine emanzipierte - sich emanzipierende - Frau vor, die zielstrebig der gesicherten Provinz-Tristesse entfliehen will.

In der Ausstattung von Michael Goden inszeniert Hella Peperkorn. Das Mädchen Doris wird von Anke Schüler gespielt.

8. Nürnberg

Monatsspielplan Mai 1999 SCHAUSPIELHAUS KAMMERSPIELE Samstag, 15.05. Irmgard Keun
Das kunstseidene Mädchen
23.00 Uhr - Oberes Foyer

änderungen vorbehalten!
Stand: 08.04.99

9. Osnabrück

17.12.1998

Theater

11.00 Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. Stück von Michael Ende. Städt. Bühnen, Grosses Haus

19.30 Wallenstein. Schauspiel von Friedrich Schiller. Städt. Bühnen, Grosses Haus

19.30 Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos. Radikalkomödie von Werner Schwab. Stödt. Bühnen, emma-theater

19.30 Das kunstseidene Mädchen. Stück von Irmgard Keun. Lagerhalle, Café Spitzboden

Vortrag

19.00 Syrien - mit allen Sinnen. Diavortrag von Hassan Kharat zum Abschluss seiner Foto-Ausstellung. Anschl. Syrisches Abendessen. Haus der Volkshochschule

Was sonst noch

bis 22.12. Weihnachtsmarkt. Marktplatz, Domhof

10.00 Frühstück in englischer Sprache. Mütterzentrum Osnabrück e. V., Grosse Gildewart 6 - 9

© Stadt Osnabrück, Stadtmarketing und Tourismus

10. Stuttgart

Kunst und Kultur - Theater

Theater Rampe im Zahnradbahnhof

Das unverzichtbarste unter den Stuttgarter Privattheatern. Dass "Die Rampe" noch existiert, ist dem zähen überlebenswillen und profesionellen Durchsetzugsvermögen der Gruppe um die Intendantin Regula Gerber zu verdanken. 1984 aus einem losen Zusammenschluss theaterbegeisterter Studenten entstanden, machten schon die ersten, sensationell erfolgreichen Arbeiten klar, dass die hochgesteckten Ansprüche mehr als erfüllt wurden. Das hohe darstellerische Niveau und die experimentelle ästhetik fanden schnell überregionale Beachtung. Nach der Vertreibung aus den Räumen in der Universität folgten demoralisierende "Wanderjahre" ohne eigene Spielstätte. 1991 endlich konnte das eigene Haus am Marienplatz bezogen werden.

Ihr künstlerisches Anliegen hat die Rampe einmal als die "Auslotung des Spannungsfeldes zwischen der intensiven Auseinandersetzung mit pötischen Texten der Schauspielliteratur und dem Experiment in der theatralischen Umsetzung" beschrieben. Als eigener Stil wurde eine Art phantastischer Realismus entwickelt, in dem sich, psychologisch fein gezeichnet, verschiedene Bedeutungsebenen überlagern. Die so geschaffenen Bilder mit ihrer unverwechselbaren Ausdruckskraft sind kennzeichnend für das Haus geworden. Heute steht das "Theater Rampe im Zahnradbahnhof", dem selbst arrivierte Autoren ihre Uraufführungen anvertrauen, in der ersten Reihe deutscher Avantgardebühnen.


Repertoire:


Theater Rampe im Zahnradbahnhof
Filderstrasse 47
70180 Stuttgart

Kartentelefon: +49 711 6490094
tel +49 711 6401027
fax +49 711 6490444

zk-haz


11. Bonn 2002

Rezension im Generalanzeiger Bonn


12. Bonn 2005


13. Bonn 2006

Wiederaufnahme
02.12.2006
08.12.2006
16.12.2006
20.12.2006
28.12.2006

jeweils 20 Uhr im Lampenlager Beuel


14. Bonn 2007

Wiederaufnahme

22.11.2007

28.11.2007

02.12.2007

05.12.2007

13.12.2007

20.12.2007

29.12.2007

jeweils 20 Uhr im Lampenlager Beuel, siehe www.theater-bonn.de


15. Köln, Metropol-Theater 2011

Das kunstseidene Mädchenvon Irmgard Keun

Bühnenfassung von Gottfried Greiffenhagen

Doris, eine junge Frau von achtzehn Jahren, fristet als Büroschreibkraft ein trauriges Dasein.
Ihr mühevoll verdientes Gehalt wird von ihrem Vater zum größten Teil versoffen, und der Büroalltag
ödet sie an. Doris träumt von einem besseren Leben. Als sie ihre Stelle verliert, beschließt sie ihren
eigenen Weg zu gehen und „ein Glanz“ zu werden. Ihr Weg führt unweigerlich in die Großstadt: Nach Berlin.

Regie: Julian Baboi
Schauspiel: Eva Marianne Kraiss

Premiere: 30.05.2011

Für Schülergruppen bieten wir einen Sonderpreis von 10 €/Person an.


05.06.2011

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