Berlin 1930

Fläche:

In den 30er Jahren betrug die Fläche der Stadt Berlin 878 km2, das war ein Fünfhundertstel des Reichsgebietes

Bevölkerung:

Die Zahl der Bevölkerung belief sich auf ungefähr 4 Millionen Menschen, d.h, dass sich ein Fünfzehntel der Reichsbevölkerung auf einem Fünfhundertstel der Reichsfläche aufhielt. Die Bevölkerung befand sich im Wachstum, da sowohl die Geburtenrate (11,7 je 1000 Einwohner) höher  lag als die Strerberate (11,3 je 1000 Einwohner), als auch die Zahl der Zugezogenen (84,3 je 1000 Einwohner) die Zahl der Fortziehenden (60,8 je 1000 Einwohner) weit überstieg. Die Tendenz zeigt auch, dass mehr Ehen geschlossen als gelöst wurden.

Erwerbstätige:

Die 2.500.000 Erwerbstätige ( 10% der Reichserwerbstätigen ) teilen sich auf drei wesentliche Bereiche auf. Die Land - und Forstwirtschaft, das Produzierende Gewerbe und Handel, Dienstleistungen. Dabei bilden die Erwerbstätigen der Land - und Forstwirtschaft mit 0,9 % den kleinsten Teil. Im Produzierenden Gewerbe arbeiteten 1930 51,2 % aller Erwerbstätigen. Die restlichen 47,9 % sind im Bereich Handel und Dienstleistungen beschäftigt. 8,5% der Betriebe des Deutschen Reiches waren in Berlin angesiedelt. In Berlin herrschte allerdings auch eine hohe Arbeitslosigkeit ( 450.000 Menschen ).

Wohnungen:

Im Berlin der 30er J ahre gab es ungefähr 1200 Wohnungen. Auf 1000 Einwohnern verteilen sich allerdings nur ca. 300 Wohnungen, d.h. im Durchschnitt wohnen über 3 Personen in einer Wohnung.

Schule:

Die Zahl der Schüler in allgemeinbildenen Schulen betrug 362600. Im Gegensatz dazu gab es nur 18200 Studenten in Berlin

Wahlen

Der bisherigen Wahlen zur Kreuzberger Bezirksversammlung bzw. Bezirksverordnetenversammlung (in Prozent)

1921 - 1933

am KPD USPD SPD DDP Zentrum DVP WP DNVP NSDAP
16.10.1921 9,4 18,7 23,6 6,3 3,9 14,4 4,7 18,9 -
25.10.1925 17,9 0,7 36,9 8,3 3,4 5,0 3,4 20,9 -
17.11.1929 25,9 0,2 31,9 4,7 4,0 4,8 4,0 17,5 5,4
12.03.1933 22,0 - 23,4 1,4 4,7 0,4 - 11,1 36,1

Seit 1930 verfügte keine Reichsregierung mehr über eine parlamentarische Mehrheit; sie hingen von der Gnade des Präsidenten und seinen Notverordnungen ab.

Quelle: http://www.berlin.de
Quelle: Eckart D. Statenschulte: Kleine Geschichte Berlins, 1997