Untertauchen im 3. Reich

Untertauchen während des 3. Reiches war in vielerlei Hinsicht sehr schwierig. Zum einen musste man Menschen finden, die bereit waren - unter Einsatz ihres Lebens - diese Menschen zu verstecken, zum anderen waren die Bedingungen für alle während des Krieges sehr hart (Rationierung, Lebensmittelkarten).

Diese "Verstecker" waren meist Regimegegner, Menschenhelfer, Freunde, Nachbarn oder Menschen, die es aus Mitleid taten. Alle diese Menschen brauchten viel Mut zu dieser Tat, da sie bei Entdeckung ihr Leben und das Leben ihrer Familien riskierten. Beide, sowohl die Verstecker als auch die Versteckten, schwebten immer in Lebensgefahr, da die Gefahr bestand, verraten oder entdeckt zu werden. Beim geringsten Verdacht wurden verdächtige Häuser sofort durchsucht und - falls es Beweise gab, dass sich jemand in diesem Haus versteckte - alle Beteiligten (Familien der Verstecker und Versteckten) sofort hingerichtet oder in ein KZ gebracht.

Zum Tarnen veränderten die Versteckten oft ihr Aussehen, d.h. sie änderten ihre Frisur, liessen sich Bärte wachsen usw. und verstellten die Stimme bzw. sprachen mit Dialekt. Keiner der Versteckten durfte das Haus verlassen, da die Gefahr bestand, von regimefreundlichen Nachbarn verraten zu werden oder sonstwie aufzufallen. Bei Gefahr mussten die Versteckten irgendwelche Verstecke innerhalb des Hauses oder Anwesens aufsuchen. Diese Verstecke konnten z. B. unterirdische Verschläge sein.

Wenn die Verstecker keine Bauern waren, d.h. sich nicht selber ernähren konnten, mussten sie ihre streng rationierten Lebensmittel mit den Versteckten teilen, also die Familien hungern.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden alle Gerettete angeschrieben, ihre Retter zu nennen. Für jeden Retter wurde in Israel, im Tal der Gerechten, ein Baum gepflanzt, manche erhielten darüber hinaus das Bundesverdienstkreuz.

Ausserdem gibt es Israel die Holocaustgedenkstätte "Yad Vashem", wo Erinnerungsstücke und Dokumente des Holocaust aufbewahrt werden.