Der Hufschmied

von Stefan (9a, 1996)

kramer zunft kurtzweyl im Hintergrund: Martin und Felicitas kramer zunft kurtzweyl kramer zunft kurtzweyl
Fotos: Norbert Flörken (1996)
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Fotos: Norbert Flörken (2002)


Der Hufschmied war im Mittelalter unverzichtbar, da Pferde das wichtigste Transportmittel waren, und ohne vernünftige Hufbeschläge konnte auch das beste Pferd nicht vernünftig laufen.

Der Hufschmied war aber nicht nur für Hufeisen zuständig, sondern er schmiedete auch gewöhnliche Alltagsgegenstände wie Nägel oder auch kunstvolle Gitter und andere Kunstwerke in dieser Richtung.

Das wichtigste Werkzeug des Schmieds war der Hammer und der Amboss. Die Herstellung eines einfachen Nagels funktionierte so:

Ein Stück Eisen wurde in der Esse, ein mit Luft zur Weißglut gebrachtes Kohlefeuer, bei 1800 grad C erhitzt, bis es glühte. Das glühende Stück Eisen wurde dann auf dem Amboss mit dem Hammer in die richtige, spitze Form gebracht und mit einem Keil und dem Hammer vom restlichen Stück Eisen getrennt worden. Das obere Ende des Stückes musste dann noch breitgeklopft werden, was mit Hilfe eines Stückes Metall geschah, in dem der Nagel in einem Loch befestigt wurde und man ohne Probleme das obere Ende bearbeiten konnte, ohne dass der Nagel verrutschte.

siehe auch Der Schmied, Teil 2


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