Streit um Brandt-Ring
Troisdorf - Die Benennung von Stra�en nach verdienten B�rgern und Politikern hat in Troisdorf eine gute Tradition. Ein Name kommt jetzt auf Entscheid des Haupt- und Finanzausschusses hinzu. Im Ortsteil Bergheim tr�gt der neue Stra�enzug zwischen der Max-Hirsch-Stra�e und der Stra�e zum Kalkofen zuk�nftig den Namen Alfred-Meier-Stra�e.
Alfred Meier wurde am 13. November 1902 als Sohn des j�dischen Ehepaares Moses Meier und Rosalie, geborene Rothschild, in Sieglar geboren. Er wurde von den Nazis in Frankreich verhaftet und nacheinander in die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und sp�ter Dachau verschlepptt. Er geh�rte zu. den wenigen �berlebenden dieser Lager und kehrte sp�ter nach Bonn zur�ck. Ein Brief aus dem Jahr 1945, indem er seine Odyssee und die Greueltaten der Nazis eindringlich schildert, �bergab sein Neffe 1989 der Stadt, die dieses au�ergew�hnliche Dokument im Stadtarchiv aufbewahrt. Die Benennung wurde von den Ausschu�mitgliedern einstimmig beschlossen.
Bei einer weiteren Namensgebung waren die Meinungen der Fraktionen gespalten. Die Mehrheit von SPD und B�ndnis 90/Die Gr�nen beschlo�, F�r den weiteren Verlauf der Trasse der L 3 32 (zwischen Sieglarer Stra�e bis Einm�ndung Rheinstra�e) den schon bestehenden Willy-Brandt-Ring zu verl�ngern.
Die CDU hatte f�r diesen Teilbereich ebenfalls einen Altbundeskanzler als Namenspatron vorgeschlagen: Ludwig Erhard sollte nach ihrer Meinung nach hier zu Ehren kommen: (hja)