Schule und Ausbildung

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Heinrich, geboren am 23. April 1908, wird im März 1922 nach acht Schuljahren aus der Schule entlassen. Damals hiess sie "Volksschule".
Heinrich ist noch 13 Jahre alt.
Seine Noten sind durchweg "gut", bis auf Geschichte und Singen: darin hat er "genügend", d.h. "ausreichend". Zusammen mit der Note "sehr gut" in Betragen kann das Zeugnis als gut gelten.
Formal sind drei Dinge auffällig:
a) Der Lehrer hat nicht unterschrieben - möglicherweise war es der Schulleiter, Rektor Körver, selbst.
b) Der Kollege Körver hat sich im Geburtsdatum des Heinrich verschrieben: Er ist nicht am 23.4.22, sondern am 23.4.08 geboren.
c) Auf dem Vordruck werden die Schüler zu einem "sittlich[en,] religiösen Lebenswandel" ermahnt - logisch an einer katholischen Volksschule.

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  Heinrich, inzwischen 14 Jahre alt, geht in die Lehre, zum Schlossermeister Heinrich Hamacher auf der Kölnerstrasse (heute: Alfred-Nobel-Platz).
Die Lehre dauert 3½ Jahre, der Lehrherr zahlt keine Ausbildungsbeihilfe (Seite 4 des Vertrages), der Lehrling (heute: Azubi) zahlt auch kein Lehrgeld.

Mit dem Abschlusszeugnis der Volksschule (s.o.) hätte der kleine Heinrich vielleicht auch etwas anderes, mehr erreichen können. Aber der Vater, ein Vorarbeiter (vermutlich bei Mannstaedt), wird wohl darauf bestanden haben, dass der Sohn "bei seinen Leisten bleibt", d.h. wie sein Vater Arbeiter wird.

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