Sport und Freizeit

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Peter zeichnet gerne. Vom 16.11.1932 bis zum 5.1.1933 hat er in zwei Skizzenbüchern zusammen 58 Zeichnungen (Bleistift-, Buntstift-) gemalt: hier das Vorbild vieler deutscher Jungen: Winnetou.

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Ernst (geboren 25.11.1918) im Frühjahr 1935 oder 1936 in Tennis-Kleidung. Er war gekleidet wie das internationale Tennis-Idol jener Jahre, der deutsche Gottfried von Cramm (1909 - 1976); Cramm war 1931-1950 vielfacher deutscher Meister und Davis- Cup-Spieler.

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Peter war auch sportlich: Mit 17 Jahren errang er bei den Gebietsjugendmeisterschaften im "Wehrsportfünfkampf" immerhin den 1. Platz. Die einzelnen Disziplinen sind heute nicht mehr bekannt; vermutlich waren es Kombinationen aus Leichtathletik (Laufen, Schwimmen) und Schiessen. Das Gebiet "Mittelland" dürfte Sachsen mit Sachsen-Anhalt gewesen sein.

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Peter verfasst ein Tagebuch: "Nach Ostland wollen wir fahren". Dabei schreibt er die Buchstaben in Form von Runen, gruppiert um die HJ-Fahne. Vom 8. bis zum 21. Juli 1935 ist er als HJ-Fahrtenführer mit acht anderen Jungen unterwegs.

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Auch das gehörte dazu: Ein (unbekannter) Hitlerjunge verhöhnt eine Puppe mit der Aufschrift "Der ewige Jude", die an einem Galgen hängt. Es handelt sich offensichtlich um ein HJ-Zeltlager, im Hintergrund sind Zelte erkennbar. Der Junge ist erkennbar an der Gürtelschnalle mit dem HJ-Zeichen.
In die Tasche der Puppe hat man ein Blatt gesteckt mit dem Aufdruck "Der Vertrag von Versailles".
Den Abzug hat der Photograf Krauskopf in Königsberg (Preussen), Steindamm 64, hergestellt.
Wer dargestellt ist und wer das Foto gemacht hat, ist nicht bekannt.

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Diese Aufnahme des Fotografen Erwin Bernauer aus dem Jahr 1925 zeigt das "Tamb[our] Corbs Rheinland Troisdorf". Heinrich sitzt links, er ist jetzt 17 Jahre alt.
Die Jungen vorne und in der hintersten Reihe tragen Hemden mit offenem ("Schiller"-) Kragen, die älteren Jungen / Jugendlichen tragen Hemden und quer gestreifte Krawatten, der Tambour-Major in der Mitte einen Stehkragen ("Vatermörder").
Auf dem Original-Abzug sind Kreuze über einigen Köpfen eingetragen; das soll wohl bedeuten: "inzwischen verstorben".
Ein Tambour-Corps oder Spielmannszug spielte bei örtlichen Umzügen auf, z.B. Kirmes, Schützenfest, Martinszug.

 

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