Aussenansicht

Als um das Jahr 1848 die Villa "Der Turm" errichtet werden sollte, zählte die klassizistische Stilart mit zu den schönsten. Dieser Stilart nahm sich auch der Bonner Architekt an, der diese Villa konstruiert haben soll. Trotz mehrerer Veränderungen des Stils bei Restaurierungen, ist es für den Kunstkenner doch leicht, diese Bauweise wiederzuerkennen.

Dieser klassizistische Stil ist vor allem an den Fenstern und an dem Dreiecksgiebel zu erkennen. Bei Besuchern ruft vor allem die Gestaltung der Fenster grosses Staunen hervor. Während man die Fenster des Erdgeschosses mit Rundbögen verziert, wie es in diesem Stil üblich ist, so macht man es sich im ersten Stockwerk doch sehr leicht. Dort werden die Fenster nämlich nur rechteckig gestaltet und ohne jegliche Verzierungen. Im zweiten und auch letzten Stockwerk greift man wieder auf die runden Fenster zurück, wobei die Fenster im hervorragenden, frontalen Gebäudeteil von zwei Doppelarkaden über Säulen mit Basen und Kapitellen, sowie kräftigen Profilbögen zu einer ornamentalen Schmuckform vereinheitlicht sind.

Der Dreiecksgiebel ist mit einem Zahnfries, der eine antikisierte, vollplastische Büste einrahmt, ausgeschmückt.

Insgesamt setzt sich die Villa aus verschiedenen kubischen, rechtwinklig aneinandergesetzten Baukörpern und aus dem zylinderförmigen Turm zusammen.

Die Innenräume

Auch aber ist die Gestaltung der Innenräume dem Erbauer und den Künstlern hervorragend geglückt. Jeder der sehr hohen Räume besitzt seine eigenen Stuckaturen, Wandbilder und Marmorverzierungen und ist mit feinsten Parkett  ausgelegt. Besonders erwähnenswert ist auch das Tonnengewölbe. Trotz starker Risse zeigt es herrliche Stuckaturen mit Blatt- und geometrischen Ornamenten, die in verzierende Malereien übergehen. Ebenso zeigt es weitere Malereien figürlicher und ornamentaler Art, zum Teil manieristische Grotesken und Tierkreiszeichen. Die Untergliederung der Wände durch Lisenen grenzt wiederum Vierecksfelder ein, die durch stuckierte Rahmenprofile begrenzt und deren Flächen mit floralen Mustern bemalt sind. Neben den unterschiedlichen Rankenmotiven etc. müssen hier noch die beiden links und rechts oberhalb des Treppenaufgangs befindlichen antikisierten Büstentorsi genannt werden, die auf Postamenten vor den in die Wand eingelassenen Rundnischen ruhen.


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