Zum Denkmalschutzgesetz

Die Langen´sche Villa wurde 1984 unter Denkmalschutz gestellt. Die vom Landschaftsverband Rheinland vorgetragenen Gründe waren z.B. die hohe Bedeutung für die Entwicklung der Stadt Troisdorf, als auch für die Entwicklung der Industrie bzw. des Wohlstands in Troisdorf.

Der Antrag hätte spätestens nach 3 Monaten seine Gültigkeit gehabt, es sei denn, die oberste Denkmalbehörde hätte Bedenken oder Zweifel gehabt. Da dies nicht geschah, wurde das Objekt in die Denkmalliste gemäss § 3 (2) DSchG (Denkmalschutzgesetz) eingetragen.

Das dafür notwendige Schreiben setzte Prof. Dr. H. P. Hilger auf. Die Notwendigkeit dieses Schreibens wurde durch die Entscheidung der Denkmälerkommission im Rheinischen Amt für Denkmalpflege ausgelöst und aufgrund dieser Tatsache verfasst.

Der Denkmalschutz für "den Turm" wurde bewilligt und führte dazu, dass das Haus von nun ab gepflegt und instandgehalten werden musste. Ausserdem musste der Turm für jeden Bürger offen sein. Falls sich jemand entschliessen sollte, die Villa zu erwerben, so müsste laut DSchG die Pflege und Renovierung auf eigene Kosten übernommen werden.

Fast sechs Jahre nach diesem Beschluss besichtigte Helmut Schulte das Langen´sche Wohnhaus. Er stellte starke Beschädigungen im Innenraum fest. Ausserdem bemerkte er, dass Obdachlose sowohl Feuer gemacht, als auch kleinere Plündereien durchgeführt hatten. Herr Schulte schickte eine Abmahnung an die Denkmalbehörde und forderte eine Bearbeitung des Falles. Er bat ausserdem die Stadt, eine Anzeige aufzugeben, in der eine genaue Schilderung der Schäden enthalten sein sollte.

Mitte April 1991 unterzeichnete Gilbert H. den Kaufvertrag mit allen Bedingungen. Herr H. hat Verträge mit einer High-Tech Firma geschlossen. Er denkt daran, den grösseren Teil des Hauses zu vermieten, um die hohen Kosten der Restauration zu decken. [Christian]


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