Einzelhandelsstruktur

(Kap.3)

Der Einzelhandel hat in Troisdorf die Arbeitsstätten nicht so stark ausweiten können wie im übrigen Rhein-Sieg-Kreis, jedoch hat sich die Zahl der Beschäftigten fast verdoppelt. Die Wachstumsrate des Umsatzes liegt leicht unter dem Kreisdurchschnitt. Die einwohnerbezogenen Kennziffern, die den Versorgungsgrad ausdrücken, erreichen in etwa den Kreisdurchschnitt, liegen aber beträchtlich unter denen der Nachbarzentren Siegburg und St. Augustin.

Den höchsten Umsatzanteil erzielt der Einzelhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln (43,7 %). An zweiter Stelle steht die Branche "Sonstige Waren" mit 26,0 % des Umsatzes. In ihr sind 40,1 % aller Beschäftigten tätig, was nicht zuletzt auf ausserhalb des Zentrums angesiedelte Verbrauchermärkte und Warenhausfilialen im Kernbereich zurückzuführen sein dürfte.

Als sehr hoch ist die Flächenproduktivität von DM 6.050,-- einzuschätzen. Ausser Troisdorf selbst, wo die Nahversorgung durch ein ausgeprägtes Angebot des mittel- und langfristigen Bedarfs ergänzt wird, verfügt auch Oberlar über ein stärkeres kurzfristiges Angebot. In den übrigen Stadtteilen ist die Nahversorgung ebenfalls gewährleistet.

aus: Industrie- und Handelskammer Köln u.a. (Hrg.): Die Entwicklung des Einzelhandels im Raum Köln/Bonn, Köln 1982.


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