1933 April 22 Antrag des Kreisobmanns des Deutschen Jugendwerks auf Jugendheime i

Deutsches Jugendwerk

Der Kreisobmann

Troisdorf, Bachstr.3, den 22. April 1933

An

den k. Bürgermeister Pg. Hörsch

Sieglar

Das Jungvolk, das die schulpflichtige Jugend umfasst, ist in der dortigen Bürgermeisterei so stark geworden, dass ich um die Bereitstellung von Jugendheimen bitten muss. Sollte die Gemeinde nicht imstande sein, ein eigenes Heim zu errichten, so bitte ich, die Zentrumsjugendverbände zu veranlassen, dass sie uns ihr Heim wenigstens an einigen Tagen der Woche zur Verfügung stellt. Ich bitte um ein Heim in

Sieglar für 40 Jungen

Bergheim für 50 Jungen

Oberlar für 30 Jungen.

Da das Jungvolk die Verkörperung der Jugend der Zukunft ist, hoffe ich, dass unserem Wunsche entsprochen wird.

Mit Hitler Heil

Dr. des. Winheller


iFundstelle: StaT, B 833. In seiner Antwort vom 12. Mai kann Bürgermeister Hörsch nur in Oberlar (Schule) und Bergheim (Schule) Räume anbieten; in Sieglar beansprucht Pastor Böhm alle Räume täglich.