1941 Mai 02 Kreiskassenleiter an Gauschatzmeister i

Kreiskassenleiter 2.Mai 1941

Kl./K.

An den

Gauschatzmeister der NSDAP.

Gau Köln-Aachen

K ö l n

Claudiusstr.1

Betrifft: Geldspenden,

Ihr Schreiben vom 26.4.1941, Le/Fl/Gö.

Der Kreisleitung gehen regelmässig monatlich folgende Spenden zu:

DAG. Troisdorf

RM 500.-

Kammgarnspinnerei Eitorf

RM 200.-

Siegwerk Industrie Ges. Siegburg

RM 100.-

Feldmühle Lülsdorf

RM 70.-

Baron von Vrede, Birlinghoven

RM 30.-


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Summe:

RM 900.-


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Ich bitte, die bisherige Verwaltung unverändert zu lassen. Eine Neuregelung könnte die Spender zur Einstellung der Zahlungen veranlassen. Andere Spenden werden durch diese Beträge nicht gemindert. Die Verwendung der Gelder erfolgt bestimmungsgemäss mit der vorherigen Genehmigung des Gauschatzmeisters, soweit Einzelausgaben im Betrage über 150.- RM getätigt werden sollen. Dadurch ist einer unwirtschaftlichen und unzulässigen Verwendung vorgebeugt.

Ich habe dieses Spendenwerk für die Kreisleitung aufgebaut, um für besondere wichtige Anlässe Mittel zur Verfügung zu haben. Bei manchen Grossaktionen (Wahlen, Kreisschulungsburgeinrichtung, Kreistag) hat die Spendenaktion ihre Vorteile und Zweckmässigkeit bewiesen. Im Wesentlichen kommen auch für die Folge nur derartige Anlässe in Frage. Es ist mein Grundsatz, die Spenden nicht für kleine nebensächliche Zwecke zu verwenden, sondern sie für kommende grössere Propagandaaktionen oder Ausstattungen aufzusparen. Ich würde es persönlich bedauern, wenn der Kreisleitung dieser finanzielle Rückhalt genommen würde.

H e i l H i t l e r !

[Paraphe]

(Klein)

Kreiskassenleiter.


iFundstelle: StaT, Durchschlag, ohne Briefkopf.


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