1942 Juli 20 Elisabeth Cahn an Maria Quabeck, Postkarte i

Liebe Marichen, Oh[...?] Wir sind in der Messehalle gelandet. Was hier los ist, könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. Es ist zum verzweifeln. Jeder hat sich auf der Erde etwas zurecht gemacht zum Schlafen, so gut es geht. Kaffee haben wir von der Jüd[ischen] Gemeinde bekommen. Heute Montag geht unser Transport ab. Es geht über Berlin - Warschau, und sind wir voraussichtlich am Freitag an Ort + Stelle. Wohin es von Warschau weitergeht, wissen wir noch nicht. Wenn wir schreiben können, machen wir es selbstverständlich. Also meine Lieben nochmals vielen Dank für alles

[Weitere Eintragungen, z.T. quer geschrieben:]

Grüsse Eure Liese

Lebt wohl

Grüsst mir alle gute Bekannte

+ Alfred

[...?] grüsse [...? von] Regina u[nd] Güntherii

Frau Ww. Quabeck

Sieglar b[ei] Troisdorf

[Poststempel:] Köln 1

22.7.42 – 10


iFundstelle: Sammlung Norbert Cahn, Kopie im Besitz des Verf. Die Postkarte ist mit Bleistift geschrieben. Photos von Haus Cahn 1926: siehe Abb. 120, Bauplan (2000) siehe Abb. 122; Photo 1994: siehe Abb.121.


iiRegina Meier, geb. Sommer, und ihr Enkel Günter.