1999 März 10 „Geschäftsumsatz und Ergebnis übertroffen“ i

Dynamit Nobel

Kunststoff als erfolgreichste Sparte

ks Troisdorf - Fritz Lehnen, Vorsitzender des Vorstands der Dynamit Nobel AG (DN), ist zufrieden: „DN hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 1997/98 hinter sich. Wir haben es ein weiteres Mal geschafft, Umsatz und Ergebnis des Vorjahrs deutlich zu übertreffen.“ Der beachtliche Zuwachs, so Lehnen im aktuellen Geschäftsbericht, sei vor allem das Resultat der guten Absatzlage in wichtigen Abnehmerbranchen - etwa Automobilindustrie und Elektronik. Der Vorstandschef: „Die positive Umsatzentwicklung und unsere Anstrengungen zur Verbesserung der Ertragslage schlagen sich in einem um 62 Millionen Mark auf 268 Millionen Mark erhöhten Konzernergebnis vor Steuern nieder.“

Unterschiede

Insgesamt betrug der Umsatz des DN Konzerns im Geschäftsjahr 1997/98 genau 4,5 Milliarden Mark, das sind neun Prozent (382 Millionen Mark) mehr als im Vergleichszeitraums 1996/97. Bis auf den Bereich Sprengmittel - hier fiel der Umsatz von 805 Millionen Mark auf 795 Millionen Mark zurück - wurden in den übrigen Geschäftsfeldern, wenn auch in sehr unterschiedlicher Höhe, Zuwächse erzielt. Den stärksten Anstieg erlebte der Konzern im Bereich Kunststoffe. Hier gab es einen Zuwachs von 1,03 auf 1,32 Milliarden Mark. Gut behauptete sich auch die Pigmentchemie, hier nahm der Umsatz von 581 Millionen Mark um 49 Millionen Mark auf 630 Millionen Mark zu. Der Umsatz Hochleistungskeramik kletterte von 532 Millionen auf 559 Millionen Mark, die Spezialitätenchemie von 1,163 auf 1,189 Milliarden Mark.

Mehr Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern wuchs von 15 731 auf 16 028, der Personalaufwand stieg um 131 Millionen auf 1,346 Milliarden Mark. Die Zahl der Auszubildenden kletterte um 24 auf 481.

Herausragende Akquisition für den Konzern war der Erwerb der Cyprus Foote Mineral Company, einem bedeutenden Lithium-Produzenten in den Vereinigten Staaten. Wichtige Meilensteine im Geschäftsjahr waren nach Worten von Lehnen der Produktionsbeginn des „smart“ (DN liefert die Kunststoff-Aussenverkleidung), die Aufnahme der Sprengstoffproduktion für den ölschieferbergbau in Estland und die Inbetriebnahme einer Anlage zur Herstellung von Polyaluminiumchlorid für Wasseraufbereitung in Schwarzheide.

iKölner Stadt-Anzeiger, 10.3.1999.