2000 Aug 31 Gemeinsame Presseerklärung Dynamit Nobel und Orica

Dynamit Nobel übergibt Sprengmittel-Geschäft an Orica

Globaler Marktzugang eröffnet neue Chancen für klassische Produkte

Die Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und Systemtechnik (DNES) in Troisdorf, Tochtergesellschaft der ebenfalls in Troisdorf ansässigen Dynamit Nobel AG, beabsichtigt, sich von dem Geschäft mit den klassischen Sprengmitteln für Bau und Bergbau zu trennen. Käufer ist die australische Orica Ltd., das weltweit führende Unternehmen auf diesem Sektor. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Nach Abschluss des Vertrages und erfolgter Zustimmung der jeweiligen Aufsichts- und Kartellbehörden wird Orica noch in diesem Jahr von der DNES Teile der Werke in Troisdorf (Produktion von Sprengzündern) und in Burbach-Würgendorf (Sprengstoff-Produktion) sowie Beteiligungen an mehreren Produktions- und Vertriebsgesellschaften übernehmen. Betroffen sind ca. 500 Mitarbeiter im In- und Ausland sowie ein aktueller Umsatz von 60 Millionen Euro.

Dynamit Nobel ist Marktführer bei industriellen Sprengsystemen für Bau und Bergbau in Deutschland, zieht sich aber aus diesem traditionsreichen Geschäft zurück, weil dieses für Dynamit Nobel keine globale Aktivität ist und nicht über das von dem Konzern angestrebte Wachstumspotenzial verfügt. „Wir räumen für die Zukunft den Wachstumschancen im Life Science-Bereich und in der Spezialchemie Vorrang ein“, erklärte Jörg Deisel, der neue Vorstandsvorsitzende der Dynamit Nobel AG, den Entschluss zur Abgabe.

Hingegen ist Orica, die ihr Sprengmittel-Geschäft mit einem derzeitigen Umsatzvolumen von ca. 1.300 Millionen $ weltweit ausbauen will, prädestiniert für die übernahme des profitablen DNES-Geschäfts. Dynamit Nobel und Orica sind bereits in einem Joint Venture, der Precision Blasting Systems GmbH in Troisdorf, Partner zur Entwicklung, Produktion und weltweiten Vermarktung von modernen elektronischen Zündsystemen. „Die DNES-Akquisition vergrössert den Marktanteil von Orica in der Europäischen Union beachtlich und verschafft uns eine Basis für die Expansion in Osteuropa und in den GUS-Staaten“, sagte Peter Clinch, Chief Ecutive Officer von Orica Explosives. Die Absicht, in diesem Markt weiter zu wachsen, werde sich günstig auf die Beschäftigtenzahl auswirken.

Der zur mg technologies ag in Frankfurt gehörende Dynamit Nobel-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 1998/99 mit Chemiespezialitäten und innovativen Werkstoffen einen Umsatz von 2.389 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 178 Millionen Euro. Für das am 30. September zu Ende gehende Geschäftsjahr 1999/2000 wird ein zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet.

Für Rückfragen:

Dynamit Nobel AG

Für Orica:

Zentrale öffentlichkeitsarbeit

Pollack, Böhme und Partner

Ulrich Hopmann

Carin Jungmann