Ausländer in (Alt-)Troisdorf 1939-1945

nach den Akten des Meldeamtes

Die meisten Ausländer/Zwangsarbeiter/-innen - vermutlich bis zu 6.000 Personen - waren in Sieglar gemeldet. Diese Karteikarten sind - dem Vernehmen nach - in den 60er Jahren vernichtet worden.

Im "Rentenbüro" der Dynamit Nobel AG (DAG) gab es 1966 mehrere Kartentröge mit Hunderten/Tausenden von Karteikarten (mit Photo), die Ausländer/innen zeigten. Die DAG / DN hat in den 80er/90er Jahren die Existenz dieser Karteikarten geleugnet, bzw. ihre Vernichtung behauptet.

Auch für Troisdorf kann gelten: "Der typische Zwangsarbeiter war eine 16jährige Schülerin aus Kiew."

Summe: B CH Est F H I Krt L N NL PL Rum Slo Sp Srb UdSSR Yu staatenlos

Nationalität:

443 1 5 1 1 5 19 5 12 2 1 44 4 1 2 1 329 6 4

Geschlecht:

männlich 157
weiblich 286

Durchschnittsalter:

im Jahre 1944: 25,5 Jahre
zwischen 10 und 21 Jahre alt: 221 Personen 49,9%

Fotos

in den Akten: 245

Arbeitgeber:

DAG 27
de Haer 117
Klöckner 183
Strack 19

Lager/Unterkunft:

Klein 90
de Haer 12
Siegstrasse 85
Klöckner 35
unbekannt 90

Gewerbebetriebe/

Landwirtschaft

mit mind. 2 Ausländern:

Baum Kölnerstr.155
Braschoss Kirchstr.42
Fain Binda Schlossstr.1
Hoff Taubengasse 30
Krankenhaus Schlossstr.8
Kübbeler Kölnerstr.98
Lohmar Am Pfuhl 8
Lohmar Frankfurterstr.72
Paulus Kirchstr.19
Schell H-Löns-Str.9
Uhlig Bahnhofstr.18
entflohen / "flüchtig" (Erfolg / Misserfolg unbekannt): 24

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