Liederbücher des 16. Jahrhunderts

Auszüge aus Öglin, Schöffer, Ott, Forster und Neusidler

1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher«

Aus sonderer kunstlicher art, vnd mit hoͤchstem fleiss seind diß gesangkbüecher, mit Tenor Discant Bass und Alt Cor[i]giert worden, jn der Kayserlichen unnd dess hailigen reichs Stat Augspurg, und durch Erhart oͤglin1 getruckt vnd volendt, am newzehenden tag des Monats Julij von der geburt xpĩ unnsers lieben hernn, jn dem xv hunndertesten vnnd zwelften jare. Got sy lob2

[Inhaltsverzeichnis]3

[Titel] [Nr.]
Dich muͤtter gotz rüff wir an 1
Hillf fraw von ach / wie schwach 2
Zwißen perg und tieffe tal 3
Erwelt han ich auff erden mir 4
Cupido hat im yetz erdacht 5
Ach lieb mit layd / wie hast dein bscheid 6
A du mein trost / unnd zuͤversicht 7
Trostlicher lieb / stütz ich mich yeb 8
Mein glück gat auf die seyten aus 9
Von hertzen ich / thue frewen mich 10
Glück mir trost und hoffnung geyt 11
Fruntlicher trost und hertzigs ain 12
Wer sech dich für ayn soͤlche an 13
Freüntlicher gruͤs / mit puͤs 14
In fröd erhebt sich gantz mein hertz 15
Freuntliches weib der eren 16
Mein dienst und trew ich klag / und mag 17
Ade mit layd / ich von dir schaid 18
Mit hohem fleyß / freintlicher weis 19
Mein hertz hat sich mit lieb verpflicht 20
Mein hoͤchste frucht / dein schoͤn und zucht 21
Ob allem layd auff dieser erd 22
Es leyt so hart / on wart 23
Mein lieb und trew ich sparen will 24
Ietz schaydens wee ist worden kund 25
Nach willen dein / mich dir alain 26
Ich wil mit fleis / in trewer weiss 27
Ietz hat vol pracht / unfal sein macht 28
Ich schaid von hin / wie wol mein syn 29
Ach guͤtter gsel von dannen her 30
Früntliches weib mich nit vertrib 31
Ey früntlichs hertz was grossen schmertz 32
Freüntlich und milt / zartraines pild 33
Kund ich schoͤn raines werdes weyb 34
O Muͤtter gotz mein zuͤversicht 35
Wolt got das ich / zuͤ dienen mich 36
Hertz liebstes pild / beweys dich mild 37
Hertz muͤt und gyr / weycht nit von dir 38
Zucht eer und lob 39
Gegriest seyest hochzeitlicher tag 40
Wer trew mit valsch vergelten will 41
Unser pfarrer ist auf der pan 42
Virgo dei genitrix 43
In tua seclausit viscera factus homo 44
Virgo mater ecclesie 45
Spem in alium nunquam habui 46
Paranimphus salutat virginem 47
Fama malum qua4 non velocius ullum5 48
Nisi tu domine servabis nos in vanum 49
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 1: Altus
Abbildung 1: Altus
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 2: Altus: Dich Mutter Gottes
Abbildung 2: Altus: Dich Mutter Gottes
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 3: Bassus
Abbildung 3: Bassus
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 4: Bassus: Dich Mutter Gottes
Abbildung 4: Bassus: Dich Mutter Gottes
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 5: Discantus
Abbildung 5: Discantus
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 6: Discantus: Mutter Gottes
Abbildung 6: Discantus: Mutter Gottes
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 7: Tenor
Abbildung 7: Tenor
1512 Erhart Öglin: »Gesangbücher« – Abbildung 8: Tenor: Dich Mutter Gottes
Abbildung 8: Tenor: Dich Mutter Gottes

1513 Peter Schöffer: Liederbuch

[Liederbuch] Gedruckt zů Mentz durch Peter Schoeffern. Und volendt Am ersten tag des Mertzen. Anno 1513.6

[Inhaltsverzeichnis]

[Titel Nr. Urheber]
Ach hülff mich leidt und senlich klag 1
Ich weis ein hubschen pawrenknecht 2 Schönfelder, Georg
Da ich mein Lieb von erst an sach 3 Schönfelder, Georg
Ein magt die sagt mir früntlich zu 4 Malchinger
Was hilfft dich noch dein grosser poch 5 Schönfelder, Georg
O we der Zeit 6 Schönfelder, Georg
Von edler Art 7 Schönfelder, Georg
Kein Trost auff Erd ich haben mag 8 Fuchswild, Johannes
E scheidens gwalt 9
Mich freüdt ein pild 10 Fuchswild, Johannes
Ich kam für liebes fensterlein 11
Ach Liebe was zeichstu mich 12 Sies, Johannes
O all mein Hoffnung stett zu dir 13
Wer sech dich für ein sölche an 14 Sies, Johannes
Der Wein schmäckt wol das danck ich Got 15
Ich hoff es sei fast wol müglich 16 Brack, Georg
Mein dinst und will 17 Brack, Georg
Erst hebt sich Not und Jamer an 18 Brack, Georg
O weiplich Pild wie reich unnd mildt 19
Die brinnet Lieb bringt mich dahin 20 Graw, Andreas
Ich schweig und las versausen das 21 Sies, Johannes
Mich hat gros leidt umbgeben 22 Sies, Johannes
Ellendiglich schrei ich 23 Malchinger
Mich trubt schwerlich heimlich nach dir 24
On Zweifel gar gib ich mich dir 25 Brack, Georg
Erhebt ist al mein gmüt gen dir 26 Schönfelder, Georg
Herzliebstes A sich an und schaw 27
In liebes brunst trag ich gros gunst 28
Nach meinem lust fügt sich das Glück 29
Ach holtselgs A vernim unnd schaw 30
Es ist nit new das kumbt die rew 31
So wünsch ich im ein gute Nacht 32
Unfal wil ietzund haben recht 33 Wolff, Martin
Ach Unfal gros wie gar on mos 34 Wolff, Martin
Ge wie es wol dem nach ich sol 35 Wolff, Martin
Erwerben hoch ist mir umbsust 36
In freüden frei sei wie im sei 37 Frosch, Johannes
Viel freiid nert mich zu aller Stund 38 Eitelwein, Heinrich
Liebs meidlein fein du hast der gmein 39
Geschwetz ist vil in allem spil 40
On als gefer sich vil begeit 41
Ich klag das ich nit wenden mag 42
Mit augen dien und vil gespei 43
Spöt in irn dienst bin kummen ich 44
Wolumb wolan nur weit hindan 45
Zart schöne fraw gedenck und schaw 46
Das hurn hurn sein unnd wölns nit sein 47
Es kumbt nach wol was werden sol 48 Virdung, Sebastian
Ach ach wie schwach macht mich die Sach 49 Virdung, Sebastian
Nun hab ich al mein Tag gehört 50
Ker wider Glück mit Freiden 51
Mit wie ich sag dir 52 Virdung, Sebastian
Ein edels Weib erfrewet mich 53
Was ich gedult und leiden trag 54 Virdung, Sebastian
Woluff ir lieben gsellen 55
Ach hertzigs Weib deim graden Leib 56
Mag ich hertzlieb bei dir han Gunst 57
Sie fruntlichs Weib glaub sicherlich 58
Ach hertzig M. mein Trew vernem 59 Eitelwein, Heinrich
Ob mich gros unfal schwerlich triebt 60
Es wolt ein meidlein grasen gan 61 Isaac, Heinrich
Christ ist erstanden 62
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 1: Altus
Abbildung 1: Altus
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 2: Schoeffer:Altus: Ach hilf mich
Abbildung 2: Schoeffer:Altus: Ach hilf mich
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 3: Bassus
Abbildung 3: Bassus
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 4: Schoeffer: Bassus: Ach hilf mich
Abbildung 4: Schoeffer: Bassus: Ach hilf mich
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 5: Discantus
Abbildung 5: Discantus
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 6: Schoeffer: Discantus: Ach hilf mich
Abbildung 6: Schoeffer: Discantus: Ach hilf mich
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 7: Tenor
Abbildung 7: Tenor
1513 Peter Schöffer: Liederbuch – Abbildung 8: Schoeffer: Tenor: Ach hilf mich
Abbildung 8: Schoeffer: Tenor: Ach hilf mich

1534 Hans Ott7 (Hrg.): »121 newe Lieder«

Hundert und ainundzwein | tzig newe Lieder / von beruͤhmbtenn dieser Kunst gesetzt / lustig zu singen / aund auff allerley Instrument dienstlich / vormals der gleichen in Truck nye außgangen. | Mit Romischer Keiserlicher und Kuͤniglicher Maiestat Priuiliegien / in vier Jaren nit nach zu trucken. | [Nuͤrnberg, bei Jheronimus Formschneyder 1534]8

[Inhaltsverzeichnis]

[Lieder, alphabetisch]

[Liedanfang Nr. Urheber]
Ach Elßlein 37 Ludovicus Senflius9
Ach gelt du bist 114 Guilelmus Breytengraserus10
Ach meidlein rein 102 Ludovicus Senflius
Ach werde frucht 86 Ludovicus Senflius
Allem gewalt 103 Guilelmus Breytengraserus
Als von Gott 7 Arnoldus de Bruck11
Als von Gott 8 Arnoldus de Bruck
Amica mea, Tertium 24 Ludovicus Senflius
An aller welt 78 Ludovicus Senflius
Bericht durch gesicht 75 Ludovicus Senflius
Canon trinitas in unitate 10 Arnoldus de Bruck
Das man mir neidt 110 Guilelmus Breytengraserus
Die Bruͤnlein 44 Ludovicus Senflius
Die not sucht weg 47 Ludovicus Senflius
Die zeit bringt vil 5 Arnoldus de Bruck
Ein meidlein zu dem brunnen ging 59 Ludovicus Senflius
Ein schimpfflich sach 106 Guilelmus Breytengraserus
Ein zeitlich freud 79 Ludovicus Senflius
Es geht gen disem Summer 4 Arnoldus de Bruck
Es taget vor dem walde Fortuna 30 Ludovicus Senflius
Es taget vor dem, Primus Discantus 19 Arnoldus de Bruck
Es was eins Pauren, Primum 33 Ludovicus Senflius
Es was eins Pauren, Secundum 34 Ludovicus Senflius
Es wolt ein meidlein wasser holen 62 Ludovicus Senflius
Ewiger Gott 21 Ludovicus Senflius
Fortuna 121 Guilelmus Breytengraserus
Fortuna ad voces Musicales 31 Ludovicus Senflius
Fraw wirtin 93 Ludovicus Senflius
Freuntlicher grues 81 Ludovicus Senflius
Freuntliches R. 82 Ludovicus Senflius
Gantz wunderlich 115 Guilelmus Breytengraserus
Gedult ewig 104 Guilelmus Breytengraserus
Gedult hoft gnad 14 Arnoldus de Bruck
Gelamours[?] 117 Guilelmus Breytengraserus
Gott der vatter won uns bei 12 Arnoldus de Bruck
Gott hat sein wort 71 Ludovicus Senflius
Großmechtig 89 Ludovicus Senflius
Herbei herbei was loffel sei 118 Guilelmus Breytengraserus
Herr durch dein blut hilff uns armen 100 Ludovicus Senflius
Herr durch dein pluet etc. 101 Ludovicus Senflius
Herr wer wirdt 11 Arnoldus de Bruck
Het ich gewalt 77 Ludovicus Senflius
Hoscha wen wol wir 29 Ludovicus Senflius
Ich bin der armen frawen sun 80 Ludovicus Senflius
Ich clag den tag 27 Ludovicus Senflius
Ich stund an einem 22 Ludovicus Senflius
Ich stund an einem morgen, Discantus secundus 3b Arnoldus de Bruck
Ich stund an einem morgen, primus discantus 3 Arnoldus de Bruck
Ich stund an einem morgen, Quintum 26 Ludovicus Senflius
Ich stund an einem morgen, Secundum 23 Ludovicus Senflius
Ich stund an einem, Bassus Discantum habet in decimis, Quartum 25 Ludovicus Senflius
Ich weis mir ein Mulnerin 16 Arnoldus de Bruck
Ich weis nit was er ir verhies 42 Ludovicus Senflius
Ich weis nit was er ir verhieß 43 Ludovicus Senflius
Ie boͤser mensch 108 Guilelmus Breytengraserus
Iir Christen 20 Arnoldus de Bruck
Im Mayen, Primum 95 Ludovicus Senflius
Im Mayen, Secundum 96 Ludovicus Senflius
Im Mayen, Tertium 97 Ludovicus Senflius
Kein lieb an 32 Ludovicus Senflius
Kum heiliger geist 9 Arnoldus de Bruck
Kumpt her zu mir 15 Arnoldus de Bruck
Las ab al schrifft 49 Ludovicus Senflius
Lawb gras und pluͤe 36 Ludovicus Senflius
Leut seltzsam sind 60 Ludovicus Senflius
Mag gleichwol sein 63 Ludovicus Senflius
Mag ich hertz lieb 48 Ludovicus Senflius
Mag ich mein gluͤck 64 Ludovicus Senflius
Man spricht was Gott 72 Ludovicus Senflius
Mein hertz in hohen freuden 65 Ludovicus Senflius
Mein vleis und muͤe, Primum 39 Ludovicus Senflius
Mein vleis und muͤe, Secundum 40 Ludovicus Senflius
Mich wundert sehr 54 Ludovicus Senflius
Mit grossem beschwerdt 113 Guilelmus Breytengraserus
Mit lust thet ich außreiten 41 Ludovicus Senflius
Mitten wir im leben sind 13 Arnoldus de Bruck
Mue und arbeit 6 Arnoldus de Bruck
Noch sind auch vil loffel an stil 119 Guilelmus Breytengraserus
Nun gruͤs dich gott 35 Ludovicus Senflius
Nun sih ich wol 120 Guilelmus Breytengraserus
O almechtiger Gott, dich lobt der christen rot 10 Arnoldus de Bruck
O du armer Judas, Discantus primus 17 Arnoldus de Bruck
O dua rmer Judas, Secundus Discantus 17b Arnoldus de Bruck
O gluͤck wie stuͤck 107 Guilelmus Breytengraserus
O scheiden hin 57 Ludovicus Senflius
Patientia 84 Ludovicus Senflius
Patientia 85 Ludovicus Senflius
So ich hertz lieb 61 Ludovicus Senflius
So ich sie dan freuntlich gruͤes, Secunda pars 66 Ludovicus Senflius
So lang man macht 69 Ludovicus Senflius
Tandernack, Quartum 99 Ludovicus Senflius
Tandernack, Quintum 98 Ludovicus Senflius
Trinck lang 91 Ludovicus Senflius
Unfal wenn ist 50 Ludovicus Senflius
Vertrawen hertzlichen gar 1 Arnoldus de Bruck
Vil findt man der 112 Guilelmus Breytengraserus
Vil langer tage 105 Guilelmus Breytengraserus
Von edler art 28 Ludovicus Senflius
Von edler art spib ich in part 76 Ludovicus Senflius
Von erst so wol wir loben 38 Ludovicus Senflius
Von hertzen ich 53 Ludovicus Senflius
Warhafftig mag 83 Ludovicus Senflius
Was al mein tag 90 Ludovicus Senflius
Was ist die welt 58 Ludovicus Senflius
Was wirt es doch 45 Ludovicus Senflius
Was wirt es doch 46 Ludovicus Senflius
Weil ich gros gunst 74 Ludovicus Senflius
Welt gelt 52 Ludovicus Senflius
Wen ich des morgens fruͤe 67 Ludovicus Senflius
Wenn ich des morgens fruͤ 68 Ludovicus Senflius
Wer diser zeit 73 Ludovicus Senflius
Wer sich allain 70 Ludovicus Senflius
Wer untrew ist 87 Ludovicus Senflius
Wie geht es zu 18 Arnoldus de Bruck
Wie mag es in der karten sein 116 Guilelmus Breytengraserus
Wie wol ich trag 51 Ludovicus Senflius
Wo gmeiner nutz 109 Guilelmus Breytengraserus
Wo ich do hin ye kummen hin 111 Guilelmus Breytengraserus
Wol auff wir wollens wecken 92 Ludovicus Senflius
Wol auff, wol auff 88 Ludovicus Senflius
Wol kumpt der May, Primum 55 Ludovicus Senflius
Wol kumpt der May, Secundum 56 Ludovicus Senflius
Zwischen perg 94 Ludovicus Senflius

1533 Jan 07 Privileg des Kaisers Ferdinand für Hans Ott

Wir Ferdinand von gottes gnaden Romischer Kuͤnig, zu allen zeiten merer des Reichs in Germanien, zu Hungern Beheim Dalmatien Croatien und Slauonien etc. Kunig Infant in Hispanien, Ertzhertzog zu Osterreich Hertzog zu burgund, Steier, Kerndten Crain, und Wirtemberg etc. Graue zu Tirol bekennen offentlich mit disem briefe, und thuen kunt allermeniglich, als uns yezo hans Ottl12 Buchfuͤrer [=Verleger] zu Nurmberg unterteniglich ansuchen und bitten hat lassen. Nach dem durch ine gar schoͤne und sundere kunstreiche gesang, von beruembten personen in der Musica hoch erfaren und verstundig, uberkummen und zusammen bracht, der gleichen vor hin in die gmein nicht an tag kommen. Und er willens were, die in ordentlichen truck, allen liebhabern der kunst zu dienst unnd sunderlich der iugent zu gutem offenlich auß gehen zu lassen, auch noch weitter dergleichen guete stuͤck und gesangk zuwegen und < > in den Truck zu bringen, in ubung stuͤnde, unnd aber besorgen mueste ime mochten die selben gesetzte gesang und stuͤck, als bald von andern zu irem nutz und ime zu nachteil getruckt werden, des im nit zu kleinem verlust und schaden reichen und kummen wurdt, das wir ine in solchem, seiner notturftt nach mit unser gnad hilff und fursehung zu erscheinen gnediglich geruchten, das wir dem nach des selben Ottel demuetig bitt, angesehen, und aus erzelten ursachen, in namen und von wegen Roͤmischer Keyserlicher Maiestat etc. unsers lieben bruders und herren, ime dises Privilegium gegeben und verlihen haben, verleihen und geben im solches hiemit wissentlich in crafft ditz brieffs, also, daß er solche ob angezeigt gesang, die erlich sein im truck volenden offendlich außgen vrtreiben lassen mag, und ime die selbigen gesang, so er nun ytzo wie obsteet, untherhanden hat, und kunfftiglichen uberkummen und drucken lassen wirdet, in vier gantzen Jaren den nechsten ydes mals nach auß gegangenem truck < > anderaiten, niemands weder heimlich noch offentlich, nachdrucken, noch auch also nachgedruckt, verkunt oder umgetragen, noch verkaufft werden sollenn, in kein weis noch weg. Darauff in namen und von wegen bemelter Kai. Mt. gepiten wir allen und yeglichen, unseren und des heilgen reichs, und fur uns selbls, aller unserer Kunigreich, Furstenthum, und landen, obrikeiten und unterthanen und in sunderheit allen Buchdruckern und Buchfuͤrern bei einer peen, nemlich zehen marck loͤtigs goldes, halb in des reichs kammer und den andern halben theil obgenannten Hannsen Ottl unnachleslich zu bzahlenn, hiemit ernstlich, und wollen, daß sie die vor angezeigten, gesang yedes mal nach außgen des Trugk in bestimter zeit der vier Jaren niemands wie obstet, weder heimlich noch offentlich nachzudrucken, noch denselben nachdruck umbzutragen oder feill zu haben gestatten, noch solches selbs auch nit thuen, in kein weis, als lieb einem yeden sei, gedachter Kayserlicher Mt. unser und des reichs ungnad < > und straff, und darzu die bestimbte peen sambt verlierung der selben nachgedruckten gesang bucher, die benanter Ottl, wo er die ankomme, zu seinen ahnden bringen, und nehmen mag zu vermeiden, das meinen wir ernstlich. Mit urkundt ditz brieves, der geben ist in unser Stat Insprugg den sibten tag des monats Januariij Anno domini etc. im funffzehen hundert unnd dreiundreissigisten unnserer reiche des Roͤmischen im dritten, unnd der andern im sibenden.

Ferdinandus

Ad mandatum domini

Regis proprium

J. Ferenberger

.ssz.

1534 Aug 20 Hans Ott an den Kapellmeister von Bruck

Dem erwirdigen herrenn Arnoldo von Bruck, Dechant des Stiffts zu Lawbach, Roͤmischer Kuͤniglicher Mt. etc. obersten Capellenmeister meinen gunstigen herren.

Mein gantz willig dienst bevor. Erwirdiger gunstiger herre. Ich hab mit sunderlichem obligen und vleis dieser zeit, etliche ewer Erwirden und anderer berumbter, kunstliche gesange auff gebreuchliche weis verfertigen, und in druck zu bringen. Auch kein muhe noch costen gespart, damit solche puechlein auff das peste und lustigst außgeen, und an das licht kummen mochten, das ich dan allen verstendigen und kunstliebenden zu urteilen heim stelle. Dieweil aber ein langwiriger gebrauch, und nit unlobliche gewonheit ist, daß die buͤcher und schrifft, so zu yder zeit an den tag gebracht, trefflichen, furnemen leuten zugeschriben und geschickt werden, damit der selben namen, zu einem <4> nutzlichen ebenpilde, ere und rum, aber angewente mueh und arbeit auch ire vertreter erlange, so habe ich E[uer] E[hren] diese gegenwertige gesang buchlein, nit allein zu eignen, sunder auch befelhen, und mit danckverlichem willen und vleis E. E. tugendt und kunst gegen denen so solche buchle furkumen, vormelden und die selben buchlein als mit gar einem genugsamen versprecher versorgen wollen dan E. E. nit allein vil gueter kostlicher stucke, zu gut allen des gesangs liebhabern, mir mitgeteilt, sunder auch von Kayserlicher und Kuniglicher Maiesteten meinen aller gnedigsten herrn, begnadung und freiheit des drucks halben zu wegen gebracht, und mir verschaffet haben. Wie hoch nun und thewer an ir selbst die edel kunst Musica gehalten ist, also lobwirdig billich geachtet werden, die in der selben geuebt und erfaren sind deren E. E. ich mit recht und der warheit, nit fur einen geringen, sunder gantz ubertrefflichen setze, bin auch zweifels an es sey keiner zu unseren zeiten, sein selbst so grosser liebhaber, der nit < > frei bekenne E. E. habe im und andern, des theils den vorsprung also weit angewunnen, das die selbe von meniglich woll unerritten bleiben werden, zuvoraus in der freuntlichen lieblickeit, die in kunstlicher gewißheit zu erhalten fur ein sonderliche und hochberumbte geschicklickeit geschetzt wirdet, wiewol ich nun gar nit zweifel, es werde dis klein werck vilen nit ubel gefallen, so hab ich doch itzund gleich als nur ein probe zurichten lassen darpei etlicher maß mein vleis gespuͤert werden moͤchte, der sich aber, ob gott will kurtzlih in einem merern und grossern erzeigen solle. Dann ich vorhabe gar außerlesener lateinischer gesangk Composicion, mit dem schiersten so mir Ymmer mueglich, auch in den Truck außgehn zu lassen. Von der kunst Musica aber, an ir selbst ist hie on not lange meldung zu thun, dan solchs nit allein fur ubrich sunder auch fremde von vielen gehalten werden moͤchte, und nit unbillig, dann freilich aus solcher meiner schrifftlichenn anzeigung, keiner allererst zu gunst unnd liebe dieser <5> kunst, sich bewegen lassen, und dieweil ich hier zu vil alte, aus der krichischen unnd lateinischen sprache gezogen meinung unnd historien, einfuͤren muͤste sich villeicht fur sich, oder auch von wegen meines unverstands, nit vast wol in der teutschen sprach rewmen oder schicken wurde. Es hat auch dise kunst den vortheil, das gleich wie ein grober pawer, wie wenig es des gemels grundt verstehet, dannoch ein wolgemacht bilde gern und mit lust anschawet. Also ist nichts in leben, das nit ein lieblich gesang von hertzen zu freuden beweg, es sei [d]en menschen oder unvernuͤfftige thier. So sind vil gwaltige in der heilgen schrift spruche und auch historien, die dann teglich in den Christlichen versammlungen gelesen und gehoͤrt werden dardurch dise kunst und derselben ubung hoͤchlich gepreiset, und als Got gefellig, den menschen aber nutzlich, und zu ernst und zu schimpff dienstlich angezogen wirdt, und unter denen, das auch die grossen macht des poͤsen geists hiemit gestillet und gedempffet worden sei, das allein < > unzelichen dieser kunst tugenden nit unbillich zu vergleichen. Aber ich were schier unwissendt weiter gegangen, dan ich mir furgenummen, will der halben dißmals hiemit beschlossen haben mit dinstlicher bitt E. E. wollen von mir, mit genaigtem willem solche arbeit annehmenn, mein vleis in gunst erkennen, und dises werck, in irem befelh haben. Das will ich mit meinen vermuͤgen umb E. E. zu beschulden alzeit bereittet erfunden werden. Aus Nurenberg den 20. Tag des monats Augusti Anno etc. 34.

E. E.

Gantz williger

Hans Ottl

Buchfuerer.

1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 1: Titel/Tenor
Abbildung 1: Titel/Tenor
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 2: Discantus
Abbildung 2: Discantus
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 3: Vertrawen: Discant
Abbildung 3: Vertrawen: Discant
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 4: Contratenor
Abbildung 4: Contratenor
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 5: Vertrawen: Contratenor
Abbildung 5: Vertrawen: Contratenor
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 6: Tenor
Abbildung 6: Tenor
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 7: Vertrawen: Tenor
Abbildung 7: Vertrawen: Tenor
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 8: Bassus
Abbildung 8: Bassus
1534 Hans Ott (Hrg.): »121 newe Lieder« – Abbildung 9: Vertrawen: Bassus
Abbildung 9: Vertrawen: Bassus

1539 G. Forster13: »Gute alte und neue teutsche Liedlein«

Ein außzug guter alter un new | er Teutscher liedlein, einer rechten Teutschen art | auff allerley Instrumenten zubrauchen | außerlesen. | Getruckt zu Nürnberg bey | Johan Petreio anno MDXXXIX.14 |

Register der liedlein des ersten teyls [alphabetisch]

[# Titel Nr. Urheber]
1 Ach b. nit brich 54
2 Ach edler hort 117 Paulus Hoffheymer
3 Ach edles N. 37 Erasmus Lapicida
4 Ach hertzigs hertz 7
5 Ach hertzigs M. 126
6 Ach höchste zir 14
7 Ach höchster hort, du 45
8 Ach höchster hort, vernim 55 Laur. Lemlin
9 Ach lieb mit leid 97 Paulus Hoffheymer
10 Ach meydlein rein 62 Wolfg. Grefinger
11 Ach unfal groß 83 Martinus Wolff
12 Ach unfals neid 39 Martinus Wolff
13 Als ich nun hab vernommen 38
14 An dich auff erd 12
15 Artlich und schön 23 Caspar Bohemus
16 Aus grundt verwund 70
17 Ayniges hertz 17
18 Der hund mir vor dem liecht 44
19 Der mey will sich 47 Laur. Lemlin
20 Des spilens ich gar kein glück 89 Laur. Lemlin
21 Dich als mich selbs 1
22 Die mich erfrewt 2 Erasmus Lapicida
23 Die weil umb sunst 120 G. Forsterus
24 Ein beumlein zart 27 Laur. Lemlin
25 Ein meidlein sagt mir 25
26 Ein wächter gut 32
27 Elend ich rieff 100 Arnolt von Bruck
28 Elend pringt pein 92 Benedictus Ducis
29 Entlaubet ist der walde 61 Thomas Stolzer
30 Erenwerdt, auff erdt 107
31 Erkennen thu mein traurigs 81 H. Isaac
32 Ernstliche klag für ich 112 Laur. Lemlin
33 Erst wirdt erfrewt mein 75 Thomas Stolzer
34 Erweckt hat mir 6 G. Forsterus
35 Es dringt do her 5 Thomas Stolzer
36 Es hat sein gestalt 11 J.L.Blanckmüller
37 Es ist ein frag 3 Laur. Lemlin
38 Es ist gemacht 99 Wolfg. Grefinger
39 Es lebt mein hertz 96 Erasmus Lapicida
40 Es müt vil leut 80 Thomas Stolzer
41 Ey wie so gar freundtlich 101
42 Eyn A. freundtlich 94 G. Forsterus
43 Fraw ich bin euch 22
44 Freud ich offt mach 56
45 Freundtliche zir 74 Martinus Wolff
46 Freundtlicher gruß zu aller stundt 77
47 Freundtlicher gruß, mit 68
48 Gar wunderlich 21
49 Ge wi es woll 73 Martinus Wolff
50 Gesell wiß urlaub 20 Mathias Eckel
51 Glück mit der zeyt 41 Martinus Wolff
52 Glück widerstell 9 G. Forsterus
53 Gut ding muß haben weil 115 Erasmus Lapicida
54 Hertz liebstes bild 63 Paulus Hoffheymer
55 Ich armer klag 28 Laur. Lemlin
56 Ich beut dir da 118 Martinus Wolff
57 Ich bin versagt 40
58 Ich gwartz noch gut 116 Laur. Lemlin
59 Ich hab heimlich 49 Paulus Hoffheymer
60 Ich habs gewagt 16
61 Ich hoff es sey vast wol 122 Erasmus Lapicida
62 Ich klag den tag 33 Thomas Stolzer
63 Ich klag und rew 84 Paulus Hoffheymer
64 Ich rew und klag 121
65 Ich setz dahin 88
66 Ich stell leicht ab 18 Wolfg. Grefinger
67 Ich weis ein hüpsches frewelein 10
68 Ich weiß nit wie ichs 106
69 Ietz manchen tag 90 Jo. Leonhardi
70 In liebes brunst 76
71 Irs gleichen lebt 65 Thomas Stolzer
72 Isbruck ich muß dich lassen 36 H. Isaac
73 Kein ding auff erd 79
74 Kein freud auff erd 114 G. Forsterus
75 Kuntschafft mit dir 87 Paulus Hoffheymer
76 Mag ich hertz lieb erwerben 60 Ludo. Senfl
77 Mag ich unglück nit widerstan 51 Caspar Bohemus
78 Mag ich unglück nit widerstan 102 Lud. Senfl
79 Mag ich zuflucht in eer 113 Gregorius Pitschner
80 Man sicht nun wol 64
81 Man sicht nun wol 69 Thomas Stolzer
82 Mars dein gefert 50 Johan Frosch
83 Mas zucht verstant 111 Lud. Senfl
84 Mein ainigs A. 29 Paulus Hoffheymer
85 Mein fließ und müe 105 Lud. Senfl
86 Mein gmüt und blüt 85 Johan Wenck
87 Mein hertz hat sich 78
88 mein höchste zir 13
89 Meins traurens ist 91 Paulus Hoffheymer
90 Merck scheidens klag 26 J. Blanckmuller
91 Mich jamert ser 93 Laur. Lemlin
92 Mich wundert ser 124
93 Mit allem sin 46 Heinricus Eytelwein
94 Mit willen gern 125
95 Mocht ich gunst han 52
96 Nach willen dein 43 Paulus Hoffheymer
97 Nie grösser lieb 109 Erasmus Lapicida
98 Nit lang an einen dantz 58 Martinus Wolff
99 Nun grüß dich got mein 82 Sixtus Dietrich
100 Nun grüß dich got, mein feine 71 Sixtus Dietrich
101 O hertzigs S. 127 Erasmus Lapicida
102 O weiblich art 108 Heynricus Isaac
103 Oft wünsch ich dir 128 Georgius Bosch
104 On ehr und gunst 19 G. Forsterus
105 Pacientia muß ich han 104 Lud. Senfl
106 Schwer langweilig 98 Wolfg. Grefinger
107 Sey klug mit fug 110 Johannes Fuchßwild
108 Sie ist der art 57 Heinricus Eytelwein
109 So ich hertz lieb 8 Ludo. Senfl
110 So wünsch ich dir ein gute 130
111 Tag und nacht ich ficht 59 Laur. Lemlin
112 Trostlicher lieb 123 Paulus Hoffheymer
113 Unfal will yetzund haben 72 Martinus Wolff
114 Vergangen ist mir 15 G. Forsterus
115 Vergebens ist all müe und kost 53 Martinus Wolff
116 Vil freud nert mich 67
117 Vil haß und neid 86 Martinus Wolff
118 Von edler art 35 Georgius Schönfelder
119 Von hertzen gern 95 Laur. Lemlin
120 Wann ich betracht 31
121 Was ist die welt 103 Lud. Senfl
122 Was nit sol sein 48 Rupertus Unterholtzer
123 Was wirdt es doch 24 Lud. Senfl
124 Wem gelt gebrist 119
125 Wer edel ist, zu 4 Stephanus Mahn
126 Wer sehe dich für 129
127 Wie kumpts das mich 34 Jo. Leonhardi
128 Willig und trew 42 G. Forsterus
129 Wol kumbt der mey 66 Wolfg. Grefinger
130 Zucht ehr und lob 30 Paulus Hoffheymer

Register der liedlein des ersten teyls [numerisch]

[Titel Nr. Urheber]
Dich als mich selbs 1
Die mich erfrewt 2 Erasmus Lapicida
Es ist ein frag 3 Laur. Lemlin
Wer edel ist, zu 4 Stephanus Mahn
Es dringt do her 5 Thomas Stolzer
Erweckt hat mir 6 G. Forsterus
Ach hertzigs hertz 7
So ich hertz lieb 8 Ludo. Senfl
Glück widerstell 9 G. Forsterus
Ich weis ein hüpsches frewelein 10
Es hat sein gestalt 11 J.L.Blanckmüller
An dich auff erd 12
mein höchste zir 13
Ach höchste zir 14
Vergangen ist mir 15 G. Forsterus
Ich habs gewagt 16
Ayniges hertz 17
Ich stell leicht ab 18 Wolfg. Grefinger
On ehr und gunst 19 G. Forsterus
Gesell wiß urlaub 20 Mathias Eckel
Gar wunderlich 21
Fraw ich bin euch 22
Artlich und schön 23 Caspar Bohemus
Was wirdt es doch 24 Lud. Senfl
Ein meidlein sagt mir 25
Merck scheidens klag 26 J. Blanckmuller
Ein beumlein zart 27 Laur. Lemlin
Ich armer klag 28 Laur. Lemlin
Mein ainigs A. 29 Paulus Hoffheymer
Zucht ehr und lob 30 Paulus Hoffheymer
Wann ich betracht 31
Ein wächter gut 32
Ich klag den tag 33 Thomas Stolzer
Wie kumpts das mich 34 Jo. Leonhardi
Von edler art 35 Georgius Schönfelder
Isbruck ich muß dich lassen 36 H. Isaac
Ach edles N. 37 Erasmus Lapicida
Als ich nun hab vernommen 38
Ach unfals neid 39 Martinus Wolff
Ich bin versagt 40
Glück mit der zeyt 41 Martinus Wolff
Willig und trew 42 G. Forsterus
Nach willen dein 43 Paulus Hoffheymer
Der hund mir vor dem liecht 44
Ach höchster hort, du 45
Mit allem sin 46 Heinricus Eytelwein
Der mey will sich 47 Laur. Lemlin
Was nit sol sein 48 Rupertus Unterholtzer
Ich hab heimlich 49 Paulus Hoffheymer
Mars dein gefert 50 Johan Frosch
Mag ich unglück nit widerstan 51 Caspar Bohemus
Mocht ich gunst han 52
Vergebens ist all müe und kost 53 Martinus Wolff
Ach b. nit brich 54
Ach höchster hort, vernim 55 Laur. Lemlin
Freud ich offt mach 56
Sie ist der art 57 Heinricus Eytelwein
Nit lang an einen dantz 58 Martinus Wolff
Tag und nacht ich ficht 59 Laur. Lemlin
Mag ich hertz lieb erwerben 60 Ludo. Senfl
Entlaubet ist der walde 61 Thomas Stolzer
Ach meydlein rein 62 Wolfg. Grefinger
Hertz liebstes bild 63 Paulus Hoffheymer
Man sicht nun wol 64
Irs gleichen lebt 65 Thomas Stolzer
Wol kumbt der mey 66 Wolfg. Grefinger
Vil freud nert mich 67
Freundtlicher gruß, mit 68
Man sicht nun wol 69 Thomas Stolzer
Aus grundt verwund 70
Nun grüß dich got, mein feine 71 Sixtus Dietrich
Unfal will yetzund haben 72 Martinus Wolff
Ge wi es woll 73 Martinus Wolff
Freundtliche zir 74 Martinus Wolff
Erst wirdt erfrewt mein 75 Thomas Stolzer
In liebes brunst 76
Freundtlicher gruß zu aller stundt 77
Mein hertz hat sich 78
Kein ding auff erd 79
Es müt vil leut 80 Thomas Stolzer
Erkennen thu mein traurigs 81 H. Isaac
Nun grüß dich got mein 82 Sixtus Dietrich
Ach unfal groß 83 Martinus Wolff
Ich klag und rew 84 Paulus Hoffheymer
Mein gmüt und blüt 85 Johan Wenck
Vil haß und neid 86 Martinus Wolff
Kuntschafft mit dir 87 Paulus Hoffheymer
Ich setz dahin 88
Des spilens ich gar kein glück 89 Laur. Lemlin
Ietz manchen tag 90 Jo. Leonhardi
Meins traurens ist 91 Paulus Hoffheymer
Elend pringt pein 92 Benedictus Ducis
Mich jamert ser 93 Laur. Lemlin
Eyn A. freundtlich 94 G. Forsterus
Von hertzen gern 95 Laur. Lemlin
Es lebt mein hertz 96 Erasmus Lapicida
Ach lieb mit leid 97 Paulus Hoffheymer
Schwer langweilig 98 Wolfg. Grefinger
Es ist gemacht 99 Wolfg. Grefinger
Elend ich rieff 100 Arnolt von Bruck
Ey wie so gar freundtlich 101
Mag ich unglück nit widerstan 102 Lud. Senfl
Was ist die welt 103 Lud. Senfl
Pacientia muß ich han 104 Lud. Senfl
Mein fließ und müe 105 Lud. Senfl
Ich weiß nit wie ichs 106
Erenwerdt, auff erdt 107
O weiblich art 108 Heynricus Isaac
Nie grösser lieb 109 Erasmus Lapicida
Sey klug mit fug 110 Johannes Fuchßwild
Mas zucht verstant 111 Lud. Senfl
Ernstliche klag für ich 112 Laur. Lemlin
Mag ich zuflucht in eer 113 Gregorius Pitschner
Kein freud auff erd 114 G. Forsterus
Gut ding muß haben weil 115 Erasmus Lapicida
Ich gwartz noch gut 116 Laur. Lemlin
Ach edler hort 117 Paulus Hoffheymer
Ich beut dir da 118 Martinus Wolff
Wem gelt gebrist 119
Die weil umb sunst 120 G. Forsterus
Ich rew und klag 121
Ich hoff es sey vast wol 122 Erasmus Lapicida
Trostlicher lieb 123 Paulus Hoffheymer
Mich wundert ser 124
Mit willen gern 125
Ach hertzigs M. 126
O hertzigs S. 127 Erasmus Lapicida
Oft wünsch ich dir 128 Georgius Bosch
Wer sehe dich für 129
So wünsch ich dir ein gute 130

Tenor.

Mein art und weiß in mittel maß
Gen andern stimmen ist mein straß
Die haben acht auff meine stimm
Den Mennern ich für andern zimm[?].<289>

Discantus.

Ir Kneblein und ir Meidlein rein
Ewer stimlöein schallen also fein
Den Discant lernent unbeschwert
Kein ander stimm euch zu gehört.<5>

Altus.

De Alte gehört Jung gesellen zu
Die lauffen auff und ab on rhw
Also ist auch des Altes weiß
Drumb lernet mich mit allem fleiß.<145>

Bassus.

Mein ampt ist im nidern stat
Drumb wer ein bstanden alter hat
Und brommet wie ein rauher Ber
Der komm zu meiner stimme her.<454>

1574 M. Neusidler: »Teutsch Lautenbuch«

Teutsch Lautenbüch | darinnenn | kunstliche Muteten, lieb- | liche Italianische, Frantzösische, Trutsche Stuck, fröliche Teutsche Täntz, Passo e mezo, Saltarelle, und drei Fantaseien Alles mit fleiß außgesetzt, auch artlich und zierlich Colorirt, | durch Melchior Newsidler15, Bur- | ger und Lautenist in Augspurg. | Getruckt zue Straßburg, durch Bernhart Jobin, Im Jar | 1574. | Mit Röm. Key. May. Freyheit, auff zehen Jar.

[Widmung]

Der Durchleuchtigsten Hochgebornen Fuͤrstin und Frawen, Frawen Dorothea16, Pfaltzgraͤfin bei Rein, Hertzogin von beiern, Wittiben der Koͤnigreich Denmarck, Schweden und Norwegen, geborne Princessin und Erbin, meiner Genedigsten Fuͤrstin und Frawen.

Durchleuchtigste Fuͤrstin, Gnaͤdigste Fraw, deren gnedigen gutthaten, die von E[urer] F[uͤrstlichen] D[urchlaucht] Ich und die meinigen empfangen haben, bin ich unvergessen, hab auch offtermals gedacht, wie E. F. D. Ich meiner danckbarkeit underthaͤnigste anzeigung geben koͤnte, dieweil ich dann weiß, das E. F. D. neben andern hochloͤblichen Fuͤrstlichen tugenten, auch die holdselige Musicam lieben, Sonderlich aber mit dem kunstlichen und lieblichen Instrument der Lauten gebuͤrliche freud und ergaͤtzligkeit suchen, und aber der Allmaͤchtig Gott mit diser kunst mich auch etwas {ohne rhum zu melden} begabt, habe E. F. D. ich mein gutwillige wolmeinung unterthaͤnigst zu erkennen geben woͤllen, und derhalben von etlichen der fuͤrnemsten und besten Componisten, so mir bekant, etliche kuͤnstliche Muteten liebliche Frantzoͤsische, Italianische, und teutsche stuck, Item etlich froͤliche teuͤtsche Taͤntz, Passo e mezo, Saltarelli und Fantaseien zusamen gesucht auff die Lauten gesetzt, in ein Buch geordnet, und E. F D. hiemit dediciren unnd zuschreiben woͤllen, hoffende, es werde nicht allein meinem lieben Vatterland Teutscher Nation ehrlich und loͤblich, auch allen der Lauten und Musicken liebhabern dienstlich und nutzlich sein, Sonder auch E. F. D. werde daran ein Genedigs unnd guͤnstigs wolgefallen haben, deren ich mich hiemit Underthaͤnigst befelhen thue.

E. F. D. Unterthaͤnigst Dienstwilliger

Melchier Newsidler.

< >

Vorred an den Guͤnstigen Leser.

Gunstiger lieber Leser, ich hab vor etlichen Jaren zwei Lautenbuͤcher in Italianischer Tabulatur inn Druck gegeben. Erstlich darumb, das ich verhoffet, es wuͤrde dem meistenteil diser Kunstliebhabern, in Teutschen und anden Landen mit derselben Tabulatur gedient werden. Darnach das ich auch noch meiner, von Gott mir verlihenen Gabe, unserm lieben Vatterlande, bei frembden Nationen, dahin sich dann unsere Teutsche Lautentabulatur nicht erstreckt, die nachrede huͤlffe ableinen, als sollten die Teutschen nur ein grobe, Pewrische, und Bachantische Musicam haben.

Aber nach dem ich inn erfarung kommen, das mirs etliche dahin deutten, als solte ich es merenteils auß und zu meines lieben Vatterlandes verachtung gethon haben, bin ich verursacht worden, dahin zuͤ trachten, wie ich erstlich mich solcher falscher auflage entschuͤtten moͤchte, und dann auch dem uberigen theil Liebhaber der Lauten, zuͤ willen wuͤrde. Habe derohalben diß Teutsche Lautenbuch mit sonder grossem fleiß, muͤhe unnd arbeit zum Druck bracht, und an tag gegeben. Auch damit sich jederman darein richten koͤnne, disen bericht daruͤber thuͤn woͤllen.

Wiewol vil Jar her die Lauten mit eilff Seiten breuchlich gewesen, so befund ich doch im grund, nach dem die Musica in kunst und liebligkeit hoch gestigen, das man auff solchen Lauten fast die aller artigsten und lieblichsten Concordantzen oder griffe nit haben kan. Derohalben hab ich auff auff ein weg gedacht, dadurch solcher mangel moͤchte erstattet werden. Ob nun wol die anzal der Seiten, nach eines jeden guͤtduncken mag gemeret werden, ich auch hiemit niemanden will ordnung geben haben, das ers nit macht, wie er will, so muͤß doch, wie in allen dingen, also hie auch, mags gehalten werden, und kan unsere heuttige Musica auff der Lauten noch mit einer Seite, sampt jhrer Octafe zuͤ den vorigen eilffen also ergaͤntzet und perficirt werden, das ein Laute mit 13 Seitten recht bezogen, eines jeden gesangs Clausulen erreichen und vollkoͤmlich geben mag.

Es soll aber dise newe Seitte sampt jrer Octafe underhalb des grossen Bomharts17 gezogen werden, Umb ob sie wol umb ein Quart, das ist, ein Octafe vom f, mag tiefer gestimmt werden, auch solcher zug in Clausulen und Finalen, ein schoͤne Resonantz, und vil Noten oder Stimmen under dem Bomhart gibt, das etliche griffe zuͤ bekommen, die man der tieffe halben in keinen andern weg voͤllig haben kan, So gibt es doch in der application ein grosse unordnung, und ungeschicktlikeit, koͤnnen auch vil der schoͤnsten und lieblichsten Concordantzen nit gegeben werden, die auff ein andern weg gar leicht und bequemlich zuͤ greiffen und zuͤ schlagen, seind auch der selben tieffen Compositionen nit so vil, das man jhrenthalben obbemelte unkoͤmligkeit in dise kunst einfuͤren sollte. Derhalben zeihe ich disen newen untersten Bomhart nur umb ein Secund, das ist ein Octafe von dem mitlen Bomhaͤrtlin niderer, und das auß folgenden ursachen: Dann erstlich fund ich, das inn der recht alten und gemeinen Scala, welche aller alten unnd newen Componisten einiger grund und Regel ist, nit mehr dann ein Noten unter dem Gamaut, auch fast alle die beste Kunstuck nit tieffer componirt seind. Nun ist aber der ober oder grosse Bomhart auff einer gemeinen Lauten mit eilff Seitten, wann der laͤhr geschlagen < > wirt, das rechte natuͤrliche Gamaut. Zuͤm andern so schickt sich diser zug fein artig zuͤr Application auff allerlei Clausulen und Concordantzen, derohalben hab ich bei dem wege bleiben woͤllen.

Sovil dann die Charakter in der Tabulatur belangt, habe ich den obersten oder alten grossen Bomhart mit nachfolgen Versalbuchstaben beschriben, als nemlich wann er soll laͤhr geschlagen werden + unnd dan vom ersten Bund an, einen nach dem andern also A B C D E F G H I K. Den newen Bomhart mit der gleichen, allein ist diß der unterscheid, das ob18 einem jeden Buchstaben ein strich gefunden wirt, wie folget A B C D E F G H I K und wann er solle laͤhr geschlagen werde mit disem Chrakter ++ angedeuͤttet wirt.

Wo auch einen, dem meine Application unbekant ist, dise Stuck zuͤ lehrnen gar schwer duncken wurde, geb ich jhme disen rath, das er erstlich die geringen stuck, deren auch etliche hierinnen gefunden werden, fuͤr sich neme, studiere die mit fleiß, und gebe guͤte achtung auff die Concordantzn oder griffe, wie ich die geordnet hab, der wirt darauß so vil erfaren, das jhme die andern stuck, so etwas schwerer seind, vil leichter zuͤ lehrnen ankommen werden.

Damit wuͤnsche ich allen den, die sich diser Stuck zuͤ jhrer lehrnung oder ergetzligkeit gebrauchen, ein gluͤcklichen anfang, ein guͤtes mittel, und ein außfuͤrlichs end.

Geben und in Truck verfertigt, auch durch mich selbsten Corrigiert, inn der hochloͤblichen Keyserlicher reichs und Freystat Straßburg, Den 20. Julij, Im Jar nach Christi Jesu unsers lieben Herrn und Heylands Geburt gezelet 1574.

Melchior Newsidler.

Register aller Stück, so in disem Buch begriffen werden.

[Nr. Titel Stimmen Urheber Bemerkung]
1 benedicta es celorum 6 vocum
1 per illud ave 2 vocum secunda pars
1 nunc mater exora natum tertia pars
2 tua est potentia 5 vocum Ionannes Mouton
3 vita in ligno moritur 5 vocum Ludwig Senfel prima pars
3 qui prophetice secunda pars
3 qui expansis tertai aprs
4 creator omnium 5 vocum Adrianus Willart
4 In te domine speravi 5 vocum Johan Lupus prima pars
4 et propter nomen tuum secunda pars
5 si bona suscepimus 5 vocum Verdalot
6 aspice domine 5 vocum Iacquet
7 Hierusalem luge 5 vocum Adrianus Kein prima pars
7 deduc quasi torrentem secunda pars
8 Maria Magdalenae 5 vocum Clemens non papa prima pars
8 cito euntes secunda pars
9 domine quinque talenta tradidisti mihi 5 vocum Orlando Lassus
hernach folgen Frantzösische
10 Du fond de ma pensee 4 vocum Olando di Lassus
11 Damour me plauis 4 vocum Rogier
12 Frais & galiarte 4 vocum Clemens non papa
13 Vng gai Bergier 4 vocum Tomas Qriquilon
14 si natem presces 4 vocum Thomas Quequilon
15 Bon Iour mon Cour 4 vocum Orlando Lassus
etliche Madrigalli
16 Quando io penso al martire 4 vocum Archadele
17 Non so per qual cagion 4 vocum Archadele
18 Il ciel cherado virtu 4 vocum Archadele
19 O felici oichi miei 4 vocum Archadele
20 Anchor che col partire 4 vocum Cipriano Rore
21 Quanto il mio duol senza conforto sia 4 vocum Orlando Lassus
teutsche Stuck
22 Bewar mich Herr Steffan Zirler
23 Was wirt es doch des wunders noch 4 vocum Ludwig Senfel
24 Mein fleiß und müh 4 vocum Ludwig Senfel
25 Tröstlicher lieb ich mich stets yeb 4 vocum Paulus Hoffhamer
26 Ich reüw und klag, das ich mein tag 4 vocum Gregorius Brack
27 Wo Gott der Herr nicht bey uns helt 4 vocum Orlando Lassus
etliche teutsche Täntz
28 Ich gieng einmal spacieren
29 Ein lieblicher und sehr güter Tantz
30 Der Fuggerin Dantz
31 Die alt Schwiger
32 Wann ich des morgens frü auffsteh
33 Der alten Weiber Tantz
34 Wie möcht ich frölich werden
35 Proficiat jr lieben herren
36 Mein hertz ist frisch, mein gmüt ist frey
37 Beschaffens glück ist unversammpt
38 Der Dorisanen Dantz
39 Mir ist ein feins brauns mägetlin gefallen in meinen sin
passa é mezo
40 Passa é mezo La millanesa
41 Passa é mezo Anticho
42 Passa é mezo comune
43 Fantasia
MN
44 Fantasia
MN
45 Fantasia super anchor che col partire

Abbildungen

Index

Die Links führen zu dem Abschnitt, in dem der Name vorkommt (bezeichnet durch das Jahr des Drucks).

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

U

V

W

Z

Anmerkungen

  1. Erhart Öglin, auch in der Vornamenschreibweise Erhard und den Nachnamensschreibweisen Oeglin oder Oglin und latinisiert Ocellus vorkommend (* um 1470 in Reutlingen; † um 1520 in Augsburg), war ein deutscher Buchdrucker mit dem Schwerpunkt Notendruck. Öglin fertigte 1512 als erster Drucker in Deutschland einen Notendruck an, das Deutsche Liederbuch, das 43 deutsche geistliche und weltliche Lieder sowie sechs lateinische Gesänge enthält. ­ – Die Abbildungen sind gefertigt von H.B. = Hans Burgkmair dem Älteren, er wurde 1473 in Augsburg in einer Künstlerfamilie geboren. Mit den beiden Holbeins? zählt er zu Augsburgs bekanntesten Künstlern. Hans Burgkmair d. Ä. war Zeichner, Holzschneider und Maler.↩

  2. Fundstellen: BSB München, Signatur xxx; urn:nbn:de:bvb:12-bsb00067023-6; VD 16 G 1651. - IMSLP: https://imslp.org/wiki/Aus_sonderer_k%C3%BCnstlicher_Art_und_mit_h%C3%B6chstem_Fleiss_seind_diss_Gesangkb%C3%BCcher_(Oeglin,_Erhard).↩

  3. Die Liedanfänge sind nach den Liedern korrigiert, z.B. : „gotz“ statt „gottes“ „für“ statt „fyr“ usw.↩

  4. In der Vorlage „quo“.↩

  5. Zitat aus Vergil, Aeneis, IV, 174: Fama, ein Übel, das nie von andern im Laufe besiegt ward.↩

  6. Fundstelle: ILMSP (https://imslp.org/wiki/62_Lieder,_1513_(Sch%C3%B6ffer,_Peter))↩

  7. Hans Ott (gest. 1546) war ein deutscher Buchhändler, Verleger und Herausgeber in Nuͤrnberg, der für seine Musikpublikationen bekannt ist.↩

  8. Fundstelle: https://imslp.org.↩

  9. Ludwig Senfl (auch: Ludovicus Senflius) * um 1486 in Zürich oder Basel; † 1542/1543 in München; deutsch-schweizerischer Komponist.↩

  10. Wilhelm Breitengraser (um 1495–1542), deutscher Komponist und Lehrer.↩

  11. Arnold von Bruck (* um 1500 in Brügge; † 1554 in Linz) war ein franko-flämischer Komponist, Kapellmeister und Kleriker. Widmungsträger dieses Buches: siehe Seite 5 f.↩

  12. Hans Ott (gest. 1546) war ein deutscher Buchhändler, Verleger und Herausgeber in Nürnberg, der für seine Musikpublikationen bekannt ist.↩

  13. Georg Forster (* um 1510 in Amberg, Oberpfalz; † 12. November 1568 in Nürnberg) war ein deutscher Komponist, Arzt und Musikherausgeber.↩

  14. = Teil 1 der fünfteiligen Sammlung Forsters. Fundstelle: Bayerische Staatsbibliothek, Signatur 4 Mus.pr. 167; urn:nbn:de:bvb:12-bsb00031637-8; https://imslp.org/wiki/Teutsche_Liedlein%2C_Books_1-5_(Forster%2C_Georg).↩

  15. Melchior Neusidler (auch Neusiedler, Neysidler oder Newsidler; * um 1531 in Nürnberg; † um 1591 in Augsburg) war ein deutscher Lautenist und Komponist.↩

  16. Dorothea Susanna von der Pfalz (* 15. November 1544 in Simmern; † 8. April 1592 in Weimar) war eine Prinzessin von der Pfalz und durch Heirat Herzogin von Sachsen-Weimar. Ihr Gemahl Herzog Johann Wilhelm I. von Sachsen-Weimar war 1573 gestorben.↩

  17. Bomhart (auch Bombarde, Pommer). Holzblasinstrument mit doppeltem Rohrblatt, wurde von Kreuzfahrern aus dem nahen Osten eingefuͤhrt. Gestalt und Tonlage variieren stark. Im Diskant heißt das Instrument Schalmei, im Bass Großbasspommer oder Bombardone.↩

  18. In Ermangelung eines passenden Zeichens wurde der Strich nicht uͤber, sondern unter den Buchstaben gesetzt.↩